«Züri Can – Ganja mit Verantwortung» – Zürcher die Erlaubnis haben zu Händen die Wissenschaft fürderhin legal kiffen

Publiziert14. September 2021, 16:13

Das Pilotprojekt «Züri Can – Cannabis mit Verantwortung» startet im Herbst 2022. Das teilte die Stadt Zürich am Dienstag mit.

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In einer Studie will man die Modelle des regulierten Bezugs von Cannabis und dessen Auswirkungen auf die Gesundheit und das Konsumverhalten der Konsumierenden erforschen. (Symbolbild)

20min/Matthias Spicher

Mit dem Pilotprojekt möchte die Stadt Zürich einen verantwortungsvollen Umgang mit Cannabis auf allen Ebenen – Produktion, Prävention und Konsum – fördern.

Tio/ 20 minutiIndoor CBD-Cannabisplantage. Seit 2016 ist in der Schweiz der Konsum von CBD-Produkten legal. 

Indoor CBD-Cannabisplantage. Seit 2016 ist in der Schweiz der Konsum von CBD-Produkten legal.

20min/Matthias Spicher

  • Seit Jahren engagieren sich die Stadt Zürich und die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich für einen sachlichen und möglichst risikoarmen Umgang mit dem Cannabiskonsum.

  • In einer Studie will man nun die Modelle des regulierten Bezugs von Cannabis und dessen Auswirkungen auf die Gesundheit und das Konsumverhalten der Konsumierenden erforschen.

  • Das Projekt soll nächstes Jahr im Herbst starten.

Nachdem die rechtlichen Grundlagen vorliegen, startet die Stadt Zürich zusammen mit der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich das Pilotprojekt «Züri Can – Cannabis mit Verantwortung». Voraussichtlich ab Herbst 2022 wird Cannabis für Studienteilnehmende verfügbar sein. Das teilte die Stadt Zürich am Dienstag mit.

Die Studienteilnehmenden werden ihr Studiencannabis über Apotheken und Social Clubs beziehen können. Verschieden ausgestaltete Bezugsmöglichkeiten erlauben Rückschlüsse auf die unterschiedlichen Konsumentengruppen. Die Studienleitung sucht nun interessierte Apotheken und Interessierte, welche einen Social Club gründen und betreiben möchten. Diese können sich bis Ende Jahr bei der Studienleitung melden und sich für eine Teilnahme als Bezugsstelle bewerben.

Im Rahmen einer dreieinhalbjährigen Studie werden die Auswirkungen des regulierten Cannabiskonsums erforscht. Die Cannabis-Studie soll der Förderung der öffentlichen Gesundheit, der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und der Unterstützung des Jugendschutzes dienen. Zudem soll die Studie Grundlagen für eine zukunftsorientierte Cannabis-Gesetzgebung auf Bundesebene liefern. Somit werden Rahmenbedingungen geschaffen, die einen verantwortungsvollen Umgang mit Cannabis auf allen Ebenen – Produktion, Prävention und Konsum – fördern.

Nur Cannabis produziert, das hohen Qualitätsstandards genügt

Die Produzenten des Studiencannabis müssen über eine Produktionsbewilligung des Bundesamts für Gesundheit verfügen. Es wird nur Cannabis produziert, das hohen Qualitätsstandards genügt. Angestrebt werden Bioqualität und einheimische Produktion. In der Studie werden verschiedene Cannabisprodukte angeboten, die einen jeweils unterschiedlichen THC-/CBD-Gehalt aufweisen. Dies ermöglicht es, während der Studiendauer auf risikoärmere Produkte umzusteigen. Der Konsum von CBD-Produkten ist in der Schweiz bereits seit 2016 legal.

Die Teilnehmenden können so gesundheitsbewusster und verantwortungsvoller Cannabis konsumieren, weil die Inhaltsstoffe der Produkte von einwandfreier Qualität sind und transparent ausgewiesen werden. Um die gesundheitliche und soziale Situation und deren Entwicklungen zu erfassen, werden die Teilnehmenden in regelmässigen Abständen befragt.

CBD steht für Cannabidiol und ist eines der über 80 sogenannten Cannabinoide, die in Cannabis enthalten sind. CBD ist neben Tetrahydrocannabinol (THC), welches hauptsächlich für die berauschende Wirkung verantwortlich ist, das am zweitstärksten konzentrierte Cannabinoid der Hanfpflanze und im Gegensatz zu THC bewirkt es keinen Rausch.

In der Schweiz sind unzählige CBD-Produkte zugelassen. Angefangen mit Cannabis (Hanfblüten), welches in der Regel zwischen 5 und 20% CBD und einen THC-Gehalt von 0,3 und 0,7% hat, umfasst das Angebot eine breite Palette an Produkten, mitunter bereits mit Tabak vermischt und zu einer Zigarette gedreht.

Von CBD-Tees, über Extrakte, Tropfen, Tinkturen, Balsam, Öle, Kapseln, Liquids für E-Zigaretten bis hin zu CBD-haltigen Esswaren (Müsli, Nudeln, Mehl, Gebäck etc.) stehen etliche Produkte zur Auswahl.

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