Wissenschaftsskepsis ja, gleichwohl bitte schön richtig

Was sich dieser Tage als «Corona-Skepsis» äussert, ist grösstenteils nicht Skepsis, sondern Besserwisserei, Borniertheit und Misstrauen. Dabei gäbe es durchaus gute Gründe, die Wissenschaft zu kritisieren.

Nicht alles, was sich das Mäntelchen der Wissenschaftlichkeit überstreift, hält einer genaueren Betrachtung stand.

Joël Hunn / NZZ

Wissenschaftsskepsis grassiert. Und den Grund dafür liefern nicht bloss Protestler und Monomanen, sondern die Wissenschafter selber. Die Corona-Krise bringt schonungslos ans Licht, wie sich die wissenschaftlichen Praktiken zu Beginn des 21. Jahrhunderts verändert haben. Der Wandel des Forschungsstils lässt sich an verschiedenen Symptomen festmachen, von denen ich vier unter die Lupe nehmen möchte.