Wissenschaft: Reisen mit Jenseits-Lichtgeschwindigkeit? Wichtige Kenntniserlangung

Wissenschaft: Reisen mit Über-Lichtgeschwindigkeit? Physiker macht wichtige Entdeckung

Wissenschaft: Dr. Erik Lentz beschäftigte sich mit dem „Warp-Antrieb“.

Foto: IMAGO / Shotshop; E. Lentz (Montage: DER WESTEN)

Die Wissenschaft beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Thema Lichtgeschwindigkeit. Denn nur so könnte man auf weit entfernte Planeten oder Sterne reisen. Doch so schnell ist die Raumfahrt leider noch nicht unterwegs. Nun machte ein Physiker eine wichtige Entdeckung.

Denn wenn Reisen zu fernen Sternen innerhalb der Lebenszeit eines Menschen möglich sein soll, muss die Wissenschaft einen Antrieb finden, der schneller als Lichtgeschwindigkeit ist.

Wissenschaft: Reisen mit beliebiger Geschwindigkeit möglich?

Dabei mangelt es aber an einer riesigen Menge hypothetischer Teilchen und Materien-Zuständen, die „exotische“ physikalische Eigenschaften wie eine negative Energiedichte haben. Einstein hat mit seiner Allgemeinen Relativitätstheorie die Grundlage dafür geschaffen.

Doch die Wissenschaft konnte diese Materie bisher nicht finden oder es selbst in der Menge herstellen.

Wissenschaft: Verschiedene Arten von Raumschiffen würden eine unterschiedliche Zeitspanne brauchen, um von unserem Sonnensystem zu Proxima Centauri (dem nächstgelegenen bekannten Stern) zu reisen.

Foto: E. Lentz

Dr. Erik Lentz von der Universität Göttingen soll eine Lösung für dieses Problem gefunden haben. Der Forscher umgeht es eigentlich eher. Denn er konstruiert aus Quellen mit ausschließlich positiver Energie eine neue Klasse von hyperschnellen „Solitonen“, die Reisen mit beliebiger Geschwindigkeit ermöglichen könnten.

Seine Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift „Classical and Quantum Gravity“ erschienen. Dabei analysierte der Wissenschaftler ältere Forschungsarbeiten und entdeckte einige Lücken zum Thema „Warp-Antrieb“.

Ihm fiel auf, dass es noch nicht erforschte Konfigurationen der Raum-Zeit-Krümmung gibt, die in „Solitonen“ organisiert sind. Für ihn haben sie das Potential, das Rätsel zu lösen. Physikalisch sei es sogar realisierbar.

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Das ist das Weltall:

  • Der ganze Weltraum und die Gesamtheit der darin existierenden materiellen Dinge
  • Das Weltall, auch Universum oder Kosmos genannt, entstand vermutlich vor etwa 13,8 Milliarden Jahren durch einen Urknall
  • Universum dehnt sich zunehmend aus
  • in jede Richtung über 40 Milliarden Lichtjahre groß

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„Ein Soliton – in diesem Zusammenhang auch informell als Warpblase bezeichnet – ist eine kompakte Welle, die ihre Form beibehält und sich mit konstanter Geschwindigkeit bewegt“, heißt es in der Mitteilung der Uni Göttingen.

Sollte seine Theorie in der Praxis übernommen werden können, wären Weltraumreisen zu Proxima Centauri, unserem nächsten Stern, und zurück zur Erde innerhalb einiger Jahre statt innerhalb von Jahrzehnten oder Jahrtausenden möglich.

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So könnte ein Mensch die Reise während seiner Lebzeit antragen. Mit der aktuellen Raketentechnologie würde so eine Reise mehr als 50.000 Jahre dauern.

Wissenschaft: Künstlerischer Eindruck von verschiedenen Raumschiffdesigns unter Berücksichtigung der theoretischen Formen verschiedener Arten von „Warp-Bubbles“.

Foto: E. Lentz

Wissenschaft: „Zwillingsparadoxon“ umgehen

So würde laut des Wissenschaftlers auch das „Zwillingsparadoxon“ ausmerzen. Eine Komplikation, die dafür sorgt, dass ein Zwilling, der nahe der Lichtgeschwindigkeit reist, viel langsamer altern würde als der andere Zwilling, der auf der Erde geblieben ist.

Nach Lentz‘ Theorie wären beide gleichalt, wenn sie wieder vereint sind. Diese Problematik kennen Science-Fiction-Fans zum Beispiel aus Filmen wie „Interstellar“ mit Matthew McConaughey und Anne Hathaway.

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„Diese Arbeit hat das Problem des Reisens mit Überlichtgeschwindigkeit einen Schritt weg von der theoretischen Forschung in der Grundlagenphysik und näher an die Technik gebracht“, sagt Lentz.

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Die Wissenschaft hat nun die Aufgabe „herauszufinden, wie man die astronomische Energiemenge, die benötigt wird, in den Bereich heutiger Technologien bringen kann, wie zum Beispiel ein großes modernes Kernspaltungskraftwerk.“ Dann könnte man laut Lentz über den Bau von Prototypen sprechen. (ldi)

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