Wissenschaft: Polizei gräbt uralten Schatz unter Bauernhaus aus

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Wissenschaft: Mann gibt Polizei Hinweis – als diese in einem alten Bauernhaus buddeln, entdecken sie einen unfassbaren Schatz

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Klötze. Dieser Fund dürfte für die Wissenschaft von großer historischer Bedeutung sein!

Der ehemalige Besitzer (66) eines Bauernhauses in Klötze (Sachsen-Anhalt) hatte die Polizei informiert, dass vor 14 Jahren eine Plastiktonne unter dem Haus vergraben hatte. Was darin schlummerte, ist Hunderttausende Euro wert!

Wissenschaft: Polizei entdeckt historische Relikte aus Maya-Zeit

Der 66-Jährige, der mittlerweile in Frankreich lebt, hatte sich im November 2020 selbst bei der Polizei in Salzwedel angezeigt, weil er in der Plastiktonne zwei Gewehre seines Großvaters aus dem zweiten Weltkrieg vergraben hatte. Doch das war nicht das einzige, was sich in dem Versteck befand.

Dieser Fund in Sachsen-Anhalt dürfte für die Wissenschaft von großer historischer Bedeutung sein!

Foto: picture alliance/dpa/Ronny Hartmann (Montage: DER WESTEN)

Der aktuelle Besitzer des alten Bauernhauses war entsprechend verblüfft, als plötzlich die Polizei vor seiner Tür stand und begann, im Keller des Hauses zu graben.

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In der Plastiktonne fanden die Beamten nicht nur die zwei Schusswaffen – sondern auch mehr als ein Dutzend Relikte aus der Maya-Zeit, die teils mehr als 1500 Jahre alt sein sollen!

Fundstücke stammen offenbar aus illegalen Ausgrabungen

Der renommierte Maya-Experte Professor Nikolai Grube von der Universität Bonn bestätigte die Echtheit des Fundes, der aus verzierten Tonfiguren, bunten Geschirrteilen und Scherben besteht.

Die gefundenen Relikte sollen teils mehr als 1500 Jahre alt sein.

Foto: mpicture alliance/dpa7Ronny Hartmann

Die 13 Fundstücke stammen vermutlich aus illegalen Ausgrabungen in Mexiko und Guatemala. Man geht davon aus, dass der frühere Besitzer die Stücke auf einem südamerikanischen Schwarzmarkt erworben haben könnte.

Bei einem Verkauf hätten die Stücke aus der Maya- und Teotihuacán-Kultur Schätzungen zufolge eine sechsstellige Eurosumme einbringen. Doch das Land Sachsen-Anhalt hat andere Pläne damit.

Relikte sollen an Mexiko und Guatemala zurückgegeben werden

Aktuell lagern die historischen Relikte noch in einem Tresor der Magdeburger Staatskanzlei. Doch noch in diesem Monat sollen sie an Guatemala und Mexiko zurückgegeben werden.

Die Übergabe ist für Donnerstag, den 20. Mai geplant.

Keine juristischen Folgen für ehemaligen Hausbesitzer

Der 66-Jährige, der die Gegenstände auf seinem ehemaligen Grundstück bunkerte, muss keine juristischen Konsequenzen fürchten.

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Das Delikt der versteckten Weltkriegswaffen ist mittlerweile bereits verjährt – und das Kulturgutschutzgesetz, gegen das der Mann mit dem Lagern der Maya-Relikte verstieß, existierte zur Tatzeit noch nicht. (at, mit dpa und afp)