Wissenschaft in 2022: Omikron, Mondmissionen und Teilchenphysik

Today the @LIGO, Virgo, and @KAGRA_PR scientific collaborations have announced that, despite local and global adversities, they plan to start the O4 Observing Run in mid-December, 2022.

(Photo Courtesy: Iztok Bončina) pic.twitter.com/kakrAjSpLl

— EGO-Virgo (@ego_virgo) November 15, 2021

An der Michigan State University in East Lansing wird die Anlage für »Rare Isotope Beams« voraussichtlich Anfang 2022 in Betrieb gehen. Mit dem 730 Millionen US-Dollar teuren mehrstufigen Beschleuniger sollen tausende neuer Isotope bekannter Elemente synthetisiert und die Kernstruktur sowie die Physik von Neutronensternen und Supernova-Explosionen untersucht werden.

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Man fliegt wieder zum Mond

Eine wahre Armada von Orbitern und Landegeräten von Raumfahrtagenturen und privaten Unternehmen soll 2022 zum Mond aufbrechen. Die NASA wird mit dem Orbiter »Artemis I« den ersten Test des längst überfälligen Startsystems durchführen, das Astronauten auf die Mondoberfläche zurückbringen soll. Und der »Capstone«-Orbiter der Behörde wird Experimente zur Vorbereitung der ersten Raumstation durchführen, die den Mond umkreisen soll. Gateway genannt.

Indiens dritte Mondmission Chandrayaan-3 soll als erstes Gerät der Nation eine weiche Landung – ohne Beschädigung des Raumfahrzeugs – absolvieren und wird einen eigenen Rover mitführen. Auch Japan wird mit der SLIM-Mission seine erste weiche Landung auf dem Mond versuchen, und Russland will mit der Landefähre Luna 25 an den Ruhm des sowjetischen Mondprogramms anknüpfen. Der Korea Pathfinder Lunar Orbiter wird Südkoreas eigene Monderkundung einleiten.

Auf privater Seite startet das in Tokio ansässige Unternehmen ispace den Lander Hakuto-R, der den Mondrover Rashid der Vereinigten Arabischen Emirate tragen wird. Zwei US-amerikanische Unternehmen, Astrobotic Technology in Pittsburgh, Pennsylvania, und Intuitive Machines in Houston, Texas, bereiten Sonden vor, die NASA-Instrumente auf die Mondoberfläche bringen sollen.

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Es geht zum Mars und zu den Sternen

Eine weitere epische Weltraumreise wird die russisch-europäische ExoMars-Mission sein, die im September starten soll. Läuft alles nach Plan, wird sie den Rosalind-Franklin-Rover der Europäischen Weltraumorganisation zum Mars bringen, wo er nach Spuren früheren Lebens suchen soll. Der Start war ursprünglich für 2020 geplant, wurde aber unter anderem wegen Problemen mit den Fallschirmen verschoben, die es für eine sichere Landung braucht.

China plant zudem die Fertigstellung seiner Raumstation »Tiangong« und hat dafür mehr als 1000 Experimente vorgesehen, die von astronomischen und Erdbeobachtungen bis hin zu den Auswirkungen der Mikrogravitation und der kosmischen Strahlung auf das Bakterienwachstum reichen.