Wissenschaft für jedes ganz: Wie Citizen Science die Wissenschaft bereichert

Viele Menschen sind Wengers Aufruf gefolgt. „Durch diese großartige Unterstützung aus der Bevölkerung haben wir wertvolle neue Erkenntnisse über die Verbreitung des Schweinswals und sein Verhalten gewinnen können“, sagt die Walforscherin. Citizen Science könne zu neuen Einsichten und auch wissenschaftlich verwertbaren Ergebnissen führen, die sonst entweder nicht oder nur durch größere Forschungsgelder erreicht würden.

Leidenschaft am Forschen

Allen Citizen-Science-Projekten gemeinsam ist die Leidenschaft am Forschen und Entdecken. Zusätzliche Schubkraft hat die Digitalisierung gegeben. Denn dank Smartphone und Internet kann sich die Community noch besser vernetzen – und ihre Ergebnisse jederzeit und überall teilen.

Viele Citizen-Science-Initiativen wären ohne digitale Plattformen kaum vorstellbar. So auch ein Klimaforschungsprojekt der Ökoklimatologin Annette Menzel von der Technischen Universität München. Über ein Datenportal und eine dazugehörige App können Bürgerinnen und Bürger aus Bayern den Klimawandel vor der eigenen Haustür erforschen und so selbst zu Citizen Scientists werden.

„Ich glaube, dass alle Menschen als Wissenschaftler geboren sind“, unterstreicht Museumsdirektor Vogel. Die Universitäten und andere Forschungseinrichtungen müssten begreifen, „wie viel Potenzial in Bürgerwissenschaften herrscht“.