Wirtschaft im Landkreis Günzburg im Außenwirtschaft weiterhin robust – Günzburg

Die Unternehmen im Landkreis Günzburg zeigen sich aktuell trotz Corona im Außenhandel robust. Das hat die IHK Schwaben Anfang März verkündet. Wie die Unternehmen die Beziehungen  zu China und dem Vereinigten Königreich sehen.

Die exportorientiere Wirtschaft im Landkreis Günzburg zeigte sich trotz großer Herausforderungen im vergangenen Jahr robust. Das belegt die Zahl der Außenhandelsdokumente, die die IHK Schwaben für das Jahr 2020 ausgestellt hat. „Viele Unternehmen aus der Region sind breit aufgestellt und verfügen über stabile Geschäftsbeziehungen in alle Welt“, sagt Hermann Hutter, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Günzburg. „Das macht sie resilienter gegen Krisen aller Art. Genau davon profitieren unsere Unternehmen nun.“

85 Prozent des Vorjahresniveaus wurde erreicht

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform

Die IHK Schwaben hat im Jahr 2020 mehr als 55.300 Exportdokumente ausgestellt. Dabei handelt es sich vor allem um Ursprungszeugnisse oder bescheinigte Handelsrechnungen – Dokumente, die bei Warenlieferungen ins Ausland in vielen Staaten zwingend vorliegen müssen. Die Zahl ist somit wichtiger Indikator für den Umfang der Außenhandelsaktivitäten der heimischen Wirtschaft. Sie ist im vergangenen Jahr leicht rückläufig gewesen, erreichte aber trotz aller Krisenmeldungen schwabenweit 85 Prozent des Vorjahresniveaus. Allein im Landkreis Günzburg wurden 2.330 Exportdokumente beantragt.

Schwierigkeit: Fehlende Messen und Reisebeschränkungen

Der Außenhandel hat für die bayerisch-schwäbische Wirtschaft einen hohen Stellenwert. Rund 3.000 Unternehmen sind auf ausländischen Märkten aktiv. Mehr als jeden zweiten Euro verdient die heimische Industrie im Ausland. Vor allem der Maschinenbau, die Bereiche Automotive, Logistik oder Infrastruktur, aber auch die Lebensmittel- und Verpackungsindustrie sind in Westschwaben stark vom internationalen Geschäft geprägt.

Direkter Austausch mit Partnern fehlt

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform

China, die USA und der europäische Binnenmarkt sind die wichtigsten Handelsregionen. Sie alle sind von der Corona-Krise betroffen. Den Unternehmen aus Bayerisch-Schwaben machen dabei besonders die ausgefallenen Messen und die Reisebeschränkungen zu schaffen. In der jährlichen bundesweiten IHK-Umfrage „Going International“ nannte jeweils ein Drittel der teilnehmenden Unternehmen aus Bayerisch-Schwaben dies als größte Hemmnisse. „Den Unternehmen fehlt dadurch die Möglichkeit, im direkten Austausch mit den Partnern neue Projekte anzustoßen und Aufträge zu akquirieren“, sagt Stephan Müller, Geschäftsführer der Scheppach Fabrikation von Holzbearbeitungsmaschinen GmbH.

Treue gegenüber dem Vereinigten Königreich

42 Prozent der befragten bayerisch-schwäbischen Unternehmen berichteten auch abseits der Corona-Krise von einer Zunahme der Hemmnisse im internationalen Geschäft. Der Brexit spiele dabei eine große Rolle. Ein Drittel der Unternehmen rechnet damit, dass sich die eigene Geschäftslage wegen des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der EU weiter verschlechtern wird. Trotz des mit Großbritanniens vereinbarten Abkommens bereiten vor allem die Zollabwicklung und die Logistikprobleme Sorgen. „Es ist wichtig, dass jetzt auch noch die letzten Unsicherheiten, die das Freihandelsabkommen gelassen haben, beseitigt werden“, sagt IHK-Regionalgeschäftsführer Oliver Stipar. Die Unternehmen wollen weiter an ihrem UK-Geschäft festhalten. Zwei Drittel planen laut der Umfrage keine Verlagerung ihrer Investitionstätigkeiten weg von der Insel.

Nachfrage aus China zieht stark an

„Die Bürokratie führt zu unnötigen Reibungsverlusten und belastet die Wirtschaft in dieser schwierigen Situation zusätzlich. Hier besteht dringender Handlungsbedarf“, sagt Bernhard Renzhofer, Geschäftsführer der Wanzl GmbH & Co. KGaA in seiner Funktion als Mitglied der Regionalversammlung Günzburg. Trotzdem blicken die exportorientierten Unternehmen wieder optimistischer in die Zukunft, wie die Konjunkturumfrage der IHK Schwaben zeigt. Die Nachfrage insbesondere aus China zieht derzeit stark an. 40 Prozent der Unternehmen erwarten bei ihren Geschäften mit Fernost einen Umsatzzuwachs. Dagegen schwächeln die europäischen Märkte weiter. Daran wird sich nach Einschätzung der befragten Unternehmen in den kommenden Monaten wenig ändern.

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform

Berlin Ernachrichten