Wie Identitätspolitik die Wissenschaft bedroht

Ein Podium des «Netzwerks Wissenschaftsfreiheit» diskutiert die Diskursverengung an deutschen Hochschulen. Gegner bemängeln fehlende Diversität. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Wissenschaft, Politik und Identität auf gefährliche Weise.

Darf in deutschen Hörsälen noch jeder sagen, was er denkt? Die Diskussion über Grenzen der Wissenschaftsfreiheit geht weiter.

Bibop / Imago

«Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei.» So schreibt es das Grundgesetz in Artikel 5 vor. Dennoch wird an deutschen Universitäten und Hochschulen immer mehr um die Freiheit der Wissenschaft, des Denkens und Sprechens gerungen. Heftige Anfeindungen gegen Wissenschafter wie den Berliner Historiker Jörg Baberowski oder die Frankfurter Ethnologin Susanne Schröter, um nur die prominentesten Beispiele zu nennen, sind längst keine Seltenheit mehr.