Wer zahlt zu Händen die Corona-Quarantäne? – Wirtschaft und Arbeit

In Südtirol haben mehr als 30.000 Beschäftigte wegen ihrer corona-bedingten zweiwöchigen Quarantäne seit Jahresbeginn vorerst keine Abdeckung durch das Staatliche Fürsorgeinstitut INPS. Laut dem Vizepräsidenten der Kammer der Wirtschaftsprüfer, Karl Florian, hat das INPS für das laufende Jahr keine Geldmittel vom Staat zur Abedeckung der Krankschreibung erhalten.

Konflikt Arbeitgeber-Arbeitnehmer

Im schlimmsten Fall müsse der Arbeitgeber für die fehlende Abdeckung aufkommen, befürchtet Florian, wenn er sagt: “Was passiert beim Arbeitnehmer? Fordert der Arbeitgeber dieses Geld von seinen Angestellten zurück? Es ist eine sehr komplexe Situation, weil es sich um 14 Tage handelt, für die möglicherweise kein Lohn bezahlt wird.”

Laut Inps würden die 14 Tage Quarantäne auch nicht für das Pensionsalter angerechnet werden.
                                                                     Karl Florian, Wirtschaftsprüfer

  
Laut Florian muss der Staat die Geldmittel für das Inps um etwa 400 Millionen Euro aufstocken. Dann wäre das Fürsorgeinstitut in der Lage, die Krankschreibungen für die Quarantäne zu übernehmen. 

(hase)