Warum sich Sex doch lohnt, zumindest z. Hd. Stabheuschrecken

Am Anfang war – jedenfalls kein Sex: Die allerersten Zellen vermehrten sich durch einfache Zellteilung. Aus einer Ausgangszelle entstehen dabei zwei genetisch weitgehend identische Tochterzellen – Klone ihrer Mutterzelle.

Langweilig? Richtig! Aber erfolgreich. Bakterien – der mit Abstand artenreichste Ast im Stammbaum des Lebens – überleben so seit Ewigkeiten.

Trotzdem ist heute die sexuelle Fortpflanzung dominant. Im Pflanzenreich gilt dies für 99,9 Prozent aller Spezies, bei den Tieren liegt der Anteil sogar noch höher: Nicht einmal ein Promille aller Tierarten verzichtet auf Sex und pflanzt sich ausschließlich asexuell fort.

Jetzt belegt eine neue Untersuchung, dass sich Sex lohnt – zumindest bei Stabheuschrecken. Ein internationales Forschungsteam analysierte die Genome von fünf asexuellen Timema-Arten, einer im Westen Nordamerikas beheimateten Gattung von Stabinsekten, und eng mit ihnen verwandten sexuell reproduzierenden Artgenossen.