VR China will den Mann nicht ausliefern – Gesuchter Fluglotsen-Mörder aufwärts Dating-Seite in Hongkong aufgetaucht

Publiziert26. Oktober 2021, 14:32

Zehn Jahre nach dem Mord an einem Fluglotsen im Tower des Euro-Airports in Basel gibt es neue Hinweise über den mutmasslichen Täter. Die Spur führt nach Asien. Dies berichten mehrere französische Medien.

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Mit diesem Bild fahndeten die Ermittlungsbehörden damals nach dem mutmasslichen Mörder.

Am 27. April 2011 hat der heute 45-Jährige mutmasslich einen Fluglotsen am Euro-Airport ermordet.

Euro-Airport

Der grausame Mord an einem Fluglotsen des Basler Euro-Airports sorgte 2011 über die Landesgrenzen hinaus für Schlagzeilen. Um 7.55 Uhr lauerte der Täter, der selbst Fluglotse war, im elften Stock des Kontrollturms seinem Opfer auf. Er wartete im Eingangsbereich des Liftes: genau in dem Winkel, der nicht von einer Überwachungskamera erfasst wurde. Der Mörder stach am 27. April im Tower acht bis zehn Mal auf den 35-jährigen Lotsen Jean M.* ein.

Die Polizei fahndete nach dem damals 34-jährigen Karim O*. Zum Tatzeitpunkt war Karim O. aufgrund seiner psychischen Probleme krank geschrieben. Er habe unter Verfolgungswahn gelitten, seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sah er als Teil einer Verschwörung. Die Ermittler und Ermittlerinnen gingen davon aus, dass die Tat wohl eher willkürlich als geplant war.

Nach der Tat flüchtete der Mann. Trotz zahlreicher Hinweise auf den möglichen Aufenthaltsort des Mannes kam es bis heute nicht zu einer Festnahme. Dem Mann gelang die Flucht, die Spur des mutmasslichen Täters verlor sich. Der Fall konnte nie abgeschlossen werden.

Chinesische Behörden wollen Mann nicht ausliefern

Nun soll der mutmassliche Täter gefunden worden sein. Der heute 45-jährige Mann soll von einer französischen Sondereinheit über eine Internetseite für Partnersuche gefunden worden sein, wie mehrere französische Regionalzeitungen schreiben. Die chinesischen Behörden weigern sich jedoch, den mutmasslichen Mörder auszuliefern. Grund dafür seien abgebrochene Verhandlungen eines Auslieferungsabkommens zwischen Frankreich und Hongkong.

Die Witwe des toten Fluglotsen habe einen Brief an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron geschrieben, wie die elsässische Zeitung «Der­nières Nouvelles d’Alsace» (Bezahlartikel) schreibt. Sie fordert die Auslieferung und Verurteilung des Täters.

*Name der Redaktion bekannt

Berlin Ernachrichten