Von Schubert solange bis Sex: Facetten, die uns an Jelinek reizen

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„Oh Wildnis“ nannte die Wiener Malerin Xenia Hausner ihr 1998 begonnenes Porträt von Elfriede Jelinek, heute in der Sammlung des Wien-Museums.

Studio Xenia Hausner

Wie die Nobelpreisträgerin über Sex schreibt, Horror erzeugt, Schubert liebt und anderes mehr: Elfriede Jelinek wird heute 75 – die „Presse“ gratuliert ihr mit fünf sehr persönlichen Liebeserklärungen.

Die Stimmen-Imitatorin: Bei Jelinek lernt man, wie Sprache funktioniert

Beim Versuch, die Dichterin Elfriede Jelinek zu verstehen, greifen Kritiker gern zu Metaphern: Text-Gebirge türme sie auf. Zugleich wird ihr oft eine gewisse Monomanie unterstellt. Als sie 2004 den Nobelpreis für Literatur erhielt, begründete die Jury ihre Entscheidung ebenfalls im übertragenen Sinn; gepriesen wurde Jelinek für den „musikalischen Fluss von Stimmen und Gegenstimmen“ in Romanen und Dramen. Die Leser sollten also ins Gebirge gehen, über den Wort-Fluss und in die Märchen-Wälder, um ihr Werk zu begreifen.

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