Versuchter Mord an Ex-Freundin in Düren? – Rheinland – News

Sollten sich die Vorwürfe gegen den 31-jährigen Angeklagten vor Gericht erhärten, dann hat seine Ex-Freundin am 15. März in Düren ein Martyrium erlitten.

Gegen 9 Uhr am Morgen soll der Mann ihr heimtückisch im Flur eines Mehrfamilienhauses aufgelauert und sie in ihre Wohnung gedrängt haben. Dabei habe er laut Staatsanwaltschaft gedroht, er werde sie und das Kind töten.

Gewürgt und Ohr abgebissen

Dann schlug und würgte er die Frau bis zur Bewusstlosigkeit, so der Vorwurf. Ihre dreijährige Tochter kam dazu, auch das Kind soll der Angeklagte geschlagen und getreten haben.

Als die Ex-Freundin wieder zu sich kam und zum Küchenfenster lief, um Hilfe zu rufen, soll der Mann wieder über sie hergefallen sein. Laut Anklage kam es zu einem Gerangel, dabei biss der 31-Jährige der Frau ein Stück ihres linken Ohrs ab. Ärzte konnten es später wieder annähen. 

Nachbarin verhindert weitere Angriffe

In Todesangst und stark blutend sprang die verletzte Frau aus dem Fenster ihrer Hochparterrewohnung, wie die Ermittlungen der Polizei ergaben. Die Frau konnte sich schließlich in ein Nachbarhaus. Eine Bewohnerin konnte den 31-Jährigen zurückdrängen.

Vier Tage danach wurde der bislang nicht vorbestrafte Angeklagte festgenommen. 

Angeklagter bestreitet Gewaltexzess

Zum Prozessauftakt hat der Angeklagte die Tat weitgehend bestritten. Die 29-Jährige habe ihn freiwillig in die Wohnung gelassen. Dann sei es zum Streit gekommen. Auslöser sei die Aussage der Ex-Freundin gewesen, dass nicht er – wie von ihm angenommen – der Vater ihrer Tochter sei. Er habe weder die Frau noch das Kind geschlagen, sagte er.

Am Donnerstag wird seine Ex-Freundin vor Gericht aussagen.


Stand: 08.09.2021, 18:37