Verfolgungs-Technologie – «Es war bedrohlich» – die noch kein Kind geboren hat mittels Apples AirTags verfolgt

Publiziert22. Dezember 2021, 16:29

Als eine Frau des Nachts alleine in ihrem Auto unterwegs war, warnte ihr Handy sie plötzlich vor einem GPS-Tracker, der sie verfolge. Damit ist sie nicht alleine.

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Apples Airtags sind äusserst klein.

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Man kann sie an Gegenständen befestigen, sodass man deren Standort bestimmen kann.

UnsplashMit dem Handy kann man die Airtags orten.

Mit dem Handy kann man die Airtags orten.

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  • Das Handy einer Frau in den USA machte sie darauf aufmerksam, dass sie mit einem Airtag verfolgt wurde.

  • Kriminelle hatten diesen an die Unterseite ihres Autos angebracht.

  • Behörden warnen vor immer mehr solchen Fällen.

  • Apple beteuert aber, dass genügend Sicherheitsmechanismen in Airtags eingebaut seien.

Airtags von Apple sind praktische, kleine Gadgets, die man an allen möglichen Dingen wie beispielsweise Schlüsseln oder dem Portemonnaie befestigen kann. Verlegt man diese Dinge, zeigen einem die Airtags mit Hilfe eines iPhones genau an, wo sich die Gegenstände befinden. In gewissen Fällen können Airtags aber auch gefährlich werden, wie die Geschichte einer Frau aus den USA zeigt, die sie auf Twitter geteilt hat.

«Heute ist mir etwas Schreckliches passiert, es war beängstigend» heisst es in ihrem Tweet. Sie sei gegen zwei Uhr nachts mit ihrem Auto nach Hause gefahren, als ihr iPhone plötzlich Alarm schlug. «Es wurde ein Airtag gefunden, der sich mit dir bewegt», warnte das Handy. Auf den Strassen befanden sich aber keine anderen Autos und keine Fussgänger.

Airtag unter Auto

Rund eine halbe Stunde lang setzte ihr Handy immer wieder dieselbe Warnung ab, weshalb die Autofahrerin begann, ihre Handtasche, Kleidung und das Auto zu durchsuchen. Als sie nichts finden konnte, ging sie davon aus, dass es sich um einen falschen Alarm handeln musste, schliesslich hatte sie in der Vergangenheit in stark bevölkerten Plätzen bereits solche Warnungen erhalten. Ihr iPhone blieb aber hartnäckig und zeigte auch weiterhin immer wieder an, das sich ein GPS-Tracker mit ihr bewege.

Weil sie ein unbehagliches Gefühl nicht abschütteln konnte, entschied sich die Twitter-Nutzerin, diese Nacht nicht nach Hause zu fahren. Dies stellte sich als richtige Entscheidung heraus. Denn als ein Bekannter später das Auto untersuchte, fand er einen Airtag, der an die Unterseite des Autos geklebt worden war. «Ich glaube, jemand wollte mein Auto stehlen», sagt die Frau gegenüber mashable.com.

Vermehrte Diebstähle

Die Twitter-Nutzerin ist mit ihrer Erfahrung nicht allein. So bestätigt eine Sondereinheit für Autodiebstähle in Detroit, USA, laut heise.de, dass es vermehrt zu Diebstählen in Zusammenhang mit den GPS-Trackern von Apple komme. Ein Mann habe beispielsweise einen Airtag in einer Verschlusskappe unter dem Kofferraum seines Autos entdeckt.

Das Anbringen eines solchen Trackers könne Kriminellen helfen zu eruieren, wann der beste Zeitpunkt sei, ein Auto zu stehlen. Dies bestätigen auch die Behörden in Texas. Dort habe man beispielsweise einen Airtag in einem gestohlenen Fahrzeug gefunden, das nach dem Diebstahl weiterverkauft worden war.

Apple hat sich mittlerweile zu den genannten Fällen geäussert. In einem Statement lässt das Unternehmen mitteilen, dass man die Sicherheit der Kundinnen und Kunden an erste Stelle setze. «Airtags haben eine Reihe an Features, die vor ungewolltem Tracking schützen und frühzeitig warnen.» So warne einem die Find-My-Funktion von iPhones, falls unbekannte Airtags über einen gewissen Zeitraum hinweg immer wieder erkannt werden. Ausserdem spiele ein Airtag einen Sound ab, wenn er über längere Zeit hinweg vom Besitzer oder der Besitzerin des Trackers getrennt sei.

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