Venture Capitalists: Technologie-Aktien: Experten sehen Tech-Luftblase | Nachricht

Indizes in diesem Artikel

Tech-Werte steigen immer hher
Vielzahl von Venture Capitalists sehen Tech-Blase
Hohe Bewertungen durch hohe Nachfrage gerechtfertigt?

Die US-Indizes sind in Rekordlaune. Das haben die letzten Wochen immer wieder bewiesen. Obwohl es aktuell mehrere Faktoren gibt, die unter Anlegern fr Unruhe sorgen – wachsende Inflation, eine vorsichtiger werdende Fed, hohe Energiepreise, ein sich verlangsamendes Wirtschaftswachstum – stellen die Aktienmrkte in den USA fast tglich neue Bestmarken auf. Dabei ist es insbesondere der Techwerte-Index NASDAQ Composite, der den Lauf von Dow Jones und S&P 500 in den Schatten stellt.

Gute Quartalsergebnisse sttzen die Tech-Rally

Hintergrund der jngsten Rekordserie ist die stark verlaufende Berichtssaison. Ob Google, Microsoft, NVIDIA oder Tesla, es scheint Tech-Aktien kennen aktuell nur einen Weg – nach oben. Allerdings schwelt unter Marktteilnehmern auch die Angst, mit dem Hhenflug knnte es bald vorbei sein und der starke Lauf der Tech-Titel sich als Blase entpuppen, die beim Platzen die hohen Bewertungen einstrzen lsst.

Tech-Blase schon da?

Wie real diese Sorge ist, hat die vierteljhrliche Umfrage von dot.LA offenbart, bei der die fhrenden Venture Capitalists aus Sdkalifornien zu ihrem aktuellen Sentiment bezglich aktueller Trends, ihrer Einschtzung zur US-Wirtschaft sowie neuen Business Deals befragt werden. Dabei beantworteten 62 Prozent der Befragten, die Frage “Befinden wir uns in einer Tech-Blase” mit “Ja”.

Interessanterweise gaben 38,9 Prozent der Investoren, die die Frage bejahten dennoch an, dass diese Einschtzung sich nicht auf ihre Investmentstrategie auswirke. 56 Prozent hingegen gaben zu, nun vorsichtiger vorzugehen.

Mehr Deals im dritten Quartal

Was das laufende Quartal angeht, sind die meisten Umfrageteilnehmer davon berzeugt, dass die Bewertungen im dritten Jahresviertel im Vergleich zum Vorjahr steigen werden. Und auch was das Abschlieen von Deals angeht, sei ein zunehmender Trend zu beobachten. Mehr Geld wrde in Tech-Startups flieen und auch die Investments an sich wrden hher ausfallen. So sei bei 40 Prozent der Umfrageteilnehmer die Anzahl von Deals im dritten Quartal im Vergleich zum zweiten gestiegen. Bei 53,3 Prozent sei sie gleich geblieben und nur bei 6,7 Prozent gesunken.

Hhere Nachfrage treibt hhere Preise

Dennoch gibt es auch Stimmen, die noch nicht von einer Blase sprechen wollen. So zum Beispiel Kelly Perdew von Moonshots Capital. Sie ist nicht davon berzeugt, dass sich der Markt bereits in einer Blase befindet, auch wenn in den letzten 18 Monaten mehr Geld in frhe Deals und Finanzierungsrunden geflossen sei, wie sie gegenber dot.LA verlautete. Ihrer Meinung nach, wrde die Nachfrage die hohen Preise sttzen: “Es gibt tatschlich eine hhere Nachfrage [], deshalb nehmen die Preise berall zu. Aber Unternehmen bauen schneller, bewegen sich schneller und sind schneller disruptiv. Und die Gewinner werden belohnt. Ich denke nicht, dass dies irgendwann aufhren wird”.

TenOneTen-Partnerin Minnie Ingersoll teilt die Einschtzung, dass sich das Unternehmensgefge als solches gendert habe, auch wenn sie angesichts der aktuell hohen Bewertungen weniger zuversichtlich gestimmt ist: “Ich glaube, dass mit diesen astronomischen Bewertungen, die wir sehen, alles Mgliche passieren kann. Aber ich denke, dass sich unser Verhltnis zur Arbeit fr immer neu geformt hat und wir eine Gesellschaft aufbauen, in der jeder die Werkzeuge und Untersttzung an die Hand bekommt, um selbst ein Unternehmer zu sein”, so Ingersoll gegenber dot.LA.

Redaktion finanzen.net

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