Tinder: Dankfest neuer Funktionen wird Online-Dating jetzt ernsthafter

Online-Dating
Hier geht’s nur um Sex? Mitnichten! Wie Tinder respektvoller wird – und endlich wieder Spaß macht

Dating-App Betreiber wie Tinder sind darauf bedacht, dass hier auch ernsthafte Verbindungen zustande kommen 

© Valentin Wolf/ / Picture Alliance

Yasmin Kulen

von Yasemin Kulen
05.11.2021, 16:00 Uhr

Waren Dating-Apps anfangs noch für das schnelle Vergnügen berüchtigt, sorgen umfangreiche Features mittlerweile für ein respektvolles und sichereres Kennenlernen. Schließlich ist es gar nicht mehr ungewöhnlich, dass über Online-Dating auch viele ernsthafte Verbindungen entstehen.

Tauschte man vor einigen Jahren bei dem Satz “Wir haben uns im Internet kennengelernt” noch argwöhnische Blicke aus – schließlich liefen online ja nur Spinner rum –, ist es heute gar nichts Ungewöhnliches mehr, wenn Paare sich über Dating-Plattformen kennenlernen. Spätestens mit dem Launch von Online-Apps wurde das Kennenlernen revolutioniert. Tatsächlich war es nicht Tinder, das den Markt aufgemischt hat, sondern zuvor Grindr – das Tinder-Äquivalent für Homosexuelle. Im Jahr 2012 kam dann Tinder mit einem ähnlichem Prinzip auf den Markt und wird seinerseits bis heute von vielen Mitbewerbern imitiert.

Das Prinzip ist simpel und gleichzeitig genial: Man bekommt ein Bild von potentiellen Kandidat:innen angezeigt und wischt nach links für ein “nein” und nach rechts für ein “ja”. Hat das Gegenüber ebenfalls nach rechts gewischt, gibt es ein “Match” und man kann miteinander schreiben. Was zunächst oberflächlich klingt, ist eigentlich logisch, denn der Mensch entscheidet binnen weniger Sekunden, ob er jemanden attraktiv findet oder eben nicht.

Es geht um mehr als nur die schnelle Nummer

Doch das schnelle Swipen lockte auch diejenigen an, die lediglich auf der Suche nach der schnellen Nummer sind, was im Laufe der Zeit viele User:innen abgeschreckt hat. Schnell entstand ein Image, das jedoch mittlerweile im Wandel ist – heute gibt es immer mehr Menschen, die ihre große Liebe im Internet gefunden haben. Gerade die Coronakrise bewegte viele dazu, sich bei Dating-Apps anzumelden, konnte man “da draußen” ja gerade niemanden kennenlernen. Und auch Tinder war darauf bedacht, sein Produkt stetig zu erweitern, um das Erlebnis Online-Dating respektvoller und sicherer zu machen.

Bei der

Bei der “Tinder Swipe Night” können User interaktiv an einer Murder-Mystery teilnehmen und mitraten

© PR/Tinder

So gibt es bei Tinder ab dem 7. November wieder das interaktive Video-Erlebnis “Tinder Swipe Night”, das zuvor schon für einen Emmy nominiert wurde. Hier ist man selbst Teil eines “Murder-Mystery” und steuert das Geschehen selbst. In jeder Episode müssen mehr als zehn Entscheidungen getroffen werden, die zu neuen Räumen oder Hinweisen führen. Am Ende kann man rätseln, wer der virtuelle Mörder war, um danach mit anderen Tinder-Mitgliedern im Fast-Chat darüber zu diskutieren. Dort landen dann aber nur diejenigen, die einen anderen Tipp abgegeben haben, so dass es auch ordentlich Gesprächsbedarf gibt.

Matches mit gleichen Interessen finden

Damit man gleich unter Gleichgesinnten suchen kann, gibt es bei Tinder seit Oktober auch die “Explore”-Funktion. Hier kann man unter “Music Lovers”, “Foodies” oder “Aktivisten” nach Menschen mit ähnlichen Interessen suchen. Gleichzeitig sind die Betreiber der App immer mehr darauf bedacht, Belästigung zu verhindern, noch bevor sie passiert. Seit Neustem kann man dafür sorgen, dass einem etwa der oder die Ex nicht beim Daten angezeigt wird, man kann sich auch nur die Profile von verifizierten User:innen anzeigen lassen.

“Heute wissen wir, das die Generation Z [18- bis 25-Jährige, Anm. d. Red.] – die über 50 Prozent der Tinder-Community ausmacht – mehr Möglichkeiten haben möchte, um ihr authentisches Selbst zu zeigen”, sagt Juliane Leupold, Senior Communcations Manager bei Tinder. “Sie suchen Unterhaltung und wünschen sich gleichzeitig mehr Kontrolle, wie und mit wem sie kommunizieren.” Features wie “Explore” und In-App-Experiences wie die “Swipe Night” seien maßgeschneiderte auf diese Bedürfnissen entwickelt worden.

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