Telefonseelsorge. Beratungen per Chat nehmen zu

Das Angebot werde vor allem von jungen Menschen genutzt, sagt Silvia Breitwieser, Leiterin der Telefonseelsorge. “Junge Menschen kommunizieren vor allem schriftlich per Chat, dem folgen wir natürlich auch mit unserem Angebot”, sagt die Theologin und Psychotherapeutin bei einem Gespräch mit Soziallandesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (VP).

Schon seit 2016 bietet die Telefonseelsorge Beratungen per Chat an, seit Beginn der Pandemie täglich von 16 bis 22 Uhr. “Wir machen sehr gute Erfahrungen, jungen Menschen fällt es auf diesem vertrauten Kanal leichter, Kontakt aufzunehmen”, sagt Breitwieser.

50.000 Euro vom Land

Der Bedarf nach Chatberatungen sei groß, brauche allerdings zusätzliche Ressourcen, sagt Breitwieser. “Eine Chatberatung dauert wesentlich länger als am Telefon, außerdem chatten unsere Mitarbeiter immer nur mit einem Menschen gleichzeitig, um qualitätvolle Beratung sicherzustellen”, sagt Breitwieser. Zudem müsse immer ein Mitarbeiter der Telefonseelsorge bereitstehen, um die Freiwilligen bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

Soziallandesrat Hattmannsdorfer kündigte an, in Zukunft auf stärkere Vernetzung der verschiedenen Beratungsangebote zu setzen: “Ich glaube, dass wir vor allem bei technischen Lösungen die Zusammenarbeit stärken und effizienter werden können.” Die Förderung des Landes, die im Vorjahr auf 50.000 Euro erhöht wurde, sicherte er der Telefonseelsorge auch heuer zu.