Swoboda disqualifiziert | News.at

„Schade, aber so etwas kann passieren, wenn man um den Sieg kämpft“, sagte Mendy Swoboda, als er am Donnerstagvormittag nach dem ersten Vorlauf im Ausleger-Kanu bei den Paralympics in Tokio wie ein begossener Pudel im strömenden Regen stand. Im Zielsprint war der 31-jährige Altenberger vom RC Schnecke Linz ein wenig von der Bahn abgekommen und gegen die Zielboje gefahren, der Regattaleitung blieb nichts anderes übrig, als Swoboda zu disqualifizieren. Jetzt hat er nur noch eine Medaillenchance im K1-Kanu, in dem er sich mit der siebentschnellsten Zeit für das Semifinale in der Nacht auf Freitag qualifizierte. „Wenn alles gut läuft, könnte ein Platz unter den Top 5 herausschauen, aber vorher muss ich mich erst einmal für das Finale qualifizieren“, sagte Swoboda.

Der Olympia-Zweite von Rio war mit schaumgebremsten Erwartungen nach Tokio gekommen, da seine Vorbereitung unter einigen gesundheitlichen Rückschlägen gelitten hat. „Vielleicht war ich auch etwas zu faul. Mir fehlt halt jemand, der mir regelmäßig im Training in den Hintern tritt.“ Trainer-Legende Nandor Almasi, der Swoboda in Tokio betreut, sprach auch von einem Schulterproblem, dass sein Schützling mit nach Japan genommen hätte. Die Voraussetzungen, den Medaillengewinn von Rio zu wiederholen, sind also denkbar schlecht. Swoboda: „Ich werde mein Bestes geben, mehr geht halt nicht.“