Stimmungsaufheller: Die guten News 2020

1. Sieg der Aufklärung

Die Hessische Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften desillusionierte mit einer großen Datenanalyse alle Zukunftsabergläubischen: In keiner einzigen Prognose von Hellsehern, Astrologen oder Wahrsagern für das Jahr 2020 war von Seuchen, globaler Krankheit oder Masken die Rede. Andere, tatsächlich vorhergesagte Ereignisse wie Banküberfälle von Robotern, Angriffe von Pinguinen auf Menschen oder ein Wahlsieg von Donald Trump blieben dagegen glücklicherweise aus.

2. Zurück zum Beton

Eine gewaltige Menge Bauschutt landet täglich auf den Müllkippen der Welt (Schätzungen zufolge macht er rund 40 Prozent des gesamten Abfallaufkommens aus). Aber Recycling-Beton hat Zukunft: Forscher der University of British Columbia wiesen in einer neuen Studie nach, dass wiederverwerteter Beton (bei dem zerkleinerte Altbetonteile als Rohmaterial für neues Baumaterial verwendet werden) auch im langjährigen Vergleich mindestens ebenso stabil ist wie neu angemischter.

3. Wiedergutmachung

Im September 1995 wurde der Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus gegründet. Noch immer treffen Zuschriften ein, und “es passieren wunderbare Dinge”, so die Generalsekretärin Hannah Lessing. Seit 1. September haben nun auch Kinder und Kindeskinder der Überlebenden die Möglichkeit, die österreichische Staatsbürgerschaft zu erwerben.

4. Hoffnungsträger

In einem indonesischen Nationalpark wurden im September zwei extrem seltene Java-Nashorn-Jungtiere gesichtet. Die Mini-Nashörner, ein Männchen und ein Weibchen, tauchten auf Beobachtungskamera-Bildern auf, wie das indonesische Umweltministerium glücklich mitteilte. Weltweit existieren gerade einmal 74 Exemplare dieser Spezies.

5. Pommes-Rehabilitation

Junkfood mit Benefit: Während Kartoffeln durch das Kochen sehr viel Vitamin C verlieren, bleibt der Anteil bei frittierten Pommes höher, fanden Forscher heraus. In 100 Gramm stecken so immer noch bis zu 17 Milligramm Vitamin C.

6. Reality-Abgang

Aus für “Keeping up With the Kardashians”: Im September verkündete der dysfunktionale Clan das Ende der Reality-Show für 2021. Nach insgesamt 14 Jahren und 20 Staffeln machte Kim Kardashian auf ihrem Instagram-Account diese “schwerwiegende Entscheidung” öffentlich. Und noch eine gute Nachricht aus dem Tollhaus: Kim setzt auf Recycling und verwendet heuer dieselbe Weihnachtsdeko wie schon in den Jahren 2018 und 2019.

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