Steyr-Automotive-Chef Siegfried Wolf: “Kann nicht sein, dass die Politik eine Technologie vorgibt”

Steyr-Automotive-Chef Siegfried Wolf kritisiert bei “Milborn” das Umweltministerium scharf. Er würde sich mehr Unterstützung beim Ausbau eines “Standorts der Technologie-Offenheit” wünschen.

Als “turbulent” bezeichnet Steyr-Automotive-Chef Siegfried Wolf die Übernahme des MAN-Werks in Steyr. Er habe “keine Pokerspiele veranstaltet” sowie “mit einer klaren offenen Meinung und einem klaren Programm” mit den Mitarbeitern gesprochen. Man werde alle Lehrlinge und 14.000 Mitarbeiter weiter beschäftigen, versichert Wolf bei “Milborn”. Für 450 bis 500 Mitarbeiter hingegen gäbe es “im Moment keinen Platz”, so der Steyr-Automotive-Chef. Dafür habe man einen Sozialplan erstellt, wo es u.a. um Weiterbildung und Arbeitsteilzeit gehe, so Wolf.

Er wolle nun einen “Standort der Technologie-Offenheit kreieren”, sagt Wolf auf PULS 24. Das bedeute, dass der Fokus in der Produktion nicht allein auf Elektroautos liegen soll. Dabei kritisiert der Steyr-Automotive-Chef scharf das Umweltministerium. “Es kann nicht sein, dass die Politik eine Technologie vorgibt”, so Wolfs Kritik.

Er wünsche sich hier “mehr Bereitschaft” und Unterstützung im Bereich Zero-Emission – also schadstofffreie Motoren. Dass sich die Politik in die Übernahme des MAN-Werks eingemischt habe, sei “unkonstruktiv” gewesen und “zum Schaden der Mitarbeiter” gewesen.

Berlin Ernachrichten