Selbstverliebt – Welcher moderne Narzisst

Donald Trump gilt als „echter“ Narzisst
„Außerdem gibt es übersteigerten Narzissmus, der dennoch nicht krankhaft ist. Moderatoren, Schauspieler oder auch Firmenchefs benötigen etwa diese Eigenschaft. Von einem ,echten‘, also malignen Narzissten, der psychologische/psychotherapeutische Behandlung bräuchte, spricht man erst, wenn jemand manipulativ auftritt, keine Empathie empfindet, nur seine eigenen Interessen verfolgt und dabei gleichsam über Leichen geht. Donald Trump gilt als Paradebeispiel dafür“, berichtet Prof. Dr. Wogrolly. Erwähnte chattende Politiker ordnet die Psychotherapeutin nur in die Sparte „übersteigerte Narzissten“ ein. „Vor allem junge Menschen, die in einer Partei plötzlich viel Macht innehaben, Erwartungs- und Leistungsdruck ausgesetzt sind und gehypt werden, verändern sich in ihrer Persönlichkeit: Das Ego wird auf diese Weise ordentlich gepusht. Damit einher geht dann oft auch eine abgestumpfte, arrogante Schriftsprache. In dieser Kürzel- oder Robotersprache steht seelenloser Austausch, der möglichst schnell ans Ziel führen soll, im Mittelpunkt – gepaart mit dem Gefühl der Selbstüberschätzung und unangreifbar zu sein“, startet die Expertin einen Erklärungsversuch für die vor Kurzem bekannt gewordenen, brisanten Chats.

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