Schwanenbeobachtungen von japanischen Grundschülern in Wissenschaftszeitschrift erschienen

In der Grundschule müssen Kinder überall auf der Welt und auch in Japan als Hausaufgaben oder in den Sommerferien kleine wissenschaftliche Experimente durchführen.

Dass man damit zur Wissenschaft beitragen kann, zeigte nun ein Mehr-Generationen-Projekt aus der Stadt Hiranai: Dabei wurde die An- und Abflüge von Zugschwänen über 55 Jahre untersucht.

Küsten sind für Schwäne bekannt

Yoshiyuki Tanaka, Professor für Ökologie am Hachinohe Institute of Technology, fühlte sich sehr ermutigt, als er eine E-Mail von einem Wissenschaftler erhielt, der eine von ihm mitverfasste Forschungsarbeit begutachtete. Der Gutachter lobte den Wert der Aufzeichnungen über die Schwanbeobachtung durch die Kinder.

Die Küsten von Hiranai sind als Zuggebiet für Schwäne so bekannt, dass das Gebiet 1952 von der Zentralregierung den Status eines „besonderen Naturdenkmals“ unter der Kategorie „Die Schwäne von Kominato und ihr Zuggebiet“ erhielt.

Genaue Beobachtungen durch die Schüler

Die Schüler der nahe gelegenen Asadokoro-Grundschule begannen 1956, die Schwäne in diesem Gebiet zu erfassen.

Sie zählten die Anzahl der Schwäne, wobei sie zwischen Alt- und Jungvögeln unterschieden, einmal am Morgen und einmal am Nachmittag, und zwar fast täglich von ihrer Ankunft im Herbst bis zum Abflug des letzten Vogels zwischen März und Juni.

Selbst als sich die Vogelgrippe in den 2000er Jahren ausbreitete, führten die Schüler mit einem Fernglas und einem Teleskop weiter Aufzeichnungen durch. Insgesamt nahmen etwa 2 000 Schüler an der Überwachung teil, die bis zur Schließung der Grundschule im Jahr 2010 andauerte.

Aufzeichnungen sind wertvoll für Wissenschaft

Zehn Jahre später beschloss eine örtliche Naturschutzgruppe, eine Broschüre zur Erinnerung an die Aktion herauszugeben, was dazu führte, dass das Material in einen wissenschaftlichen Artikel aufgenommen wurde.

Tanaka hatte erfahren, dass eine riesige Menge an Aufzeichnungen aufbewahrt wurde, und hielt sie für wertvoll genug, um sie in einer englischsprachigen Wissenschaftszeitschrift zu veröffentlichen, damit der Rest der Welt sie sehen konnte.

Danksagung an die Grundschüler

Ein frühes Manuskript des Artikels enthielt nur einen Auszug der verfügbaren Daten, aber der Gutachter, der den Wert der Aufzeichnungen lobte, forderte, alles zu veröffentlichen.

Mitglieder der Erhaltungsgruppe halfen bei der Eingabe der unzähligen handschriftlichen Aufzeichnungen in die Computer. Die Arbeit wurde im Februar in Data in Brief, einer wissenschaftlichen Zeitschrift, veröffentlicht.

„Diese wertvollen Daten hätten ohne die kontinuierlichen Bemühungen aller Grundschüler und Lehrer, die an der Überwachung teilgenommen haben, nicht erstellt werden können“, heißt es in der Danksagung des Artikels.