Projekt: Virgl neu – Wissenschaft und Technologie

Die Signa Holding will nicht aufgeben und stellt Details zum Virgl-Projekt vor.

Wohin soll das Südtiroler Archäologiemuseum übersiedeln? Diese Frage scheint längst zum Politikum geworden zu sein. Die Landesregierung hat zur Ermittlung des idealen Standortes eine Studie in Auftrag gegeben. 

Die Studie des Unternehmens Sinloc hatte das Ex-Enel-Gebäude in der Nähe der Quästur als besten Standort für das Ötzi-Museum ausgemacht. Doch gab es daraufhin schon bald Kritik wegen der logistisch schlechten Lage, so gibt es in der Dantestraße kaum Parkplätze, keine Anbindung an eine Buslinie und das Gebäude liegt an der vielbefahrenen Marconistraße.

Auch der Bozner Bauunternehmer Pietro Tosolini hat mittlerweile eine seiner zahlreichen Immobilien (zentral gelegen an der Talferbrücke) als Museumsstandort angeboten.

Nach wie vor nicht aufgeben will aber auch die österreichischiche Signa Holding ihr Virgl-Projekt: Die Gruppe des Innsbrucker Immobilien-Milliardärs Renè Benko erwarb vor vier Jahren den Virgl mit dem Ziel, den Ötzi auf den Bozner Hausberg zu bringen. 

Um Stadt und Land vom eigenen Projekt zu überzeugen, wurden heute neue Details vorgestellt. So hat die Signa-Gruppe ihr Virgl-Projekt beim Land abgegeben. Das Projekt ist als öffentlich-private Partnerschaft konzipiert. Als Konzessionsdauer peilt Benko 50 Jahre an. 

Viel Geld für Ötzi

170 Millionen Euro würde Rene Benko in die Aufwertung des heruntergekommenen Virgl investieren. 130 Millionen Euro würden in kulturelle Infrastruktur fließen, also in eine neue Behausung für die Gletscher-Mumie Ötzi.  Weitere 40 Milllionen Euro würde Benko in den Bau einer Seilbahn auf den Virgl sowie in Gastronomie investieren.

Bedingung für Benko ist allerdings, dass die Landesregierung den Standort für das Ötzi-Museum auf den Virgl verlegt.

Der Bozner Stadtrat hatte sich hingegen dafür ausgesprochen, das Archäologiemuseum im Stadtzentrum zu belassen. Die Entscheidung der Landesregierung dazu steht noch aus. 

Benko baut im Stadtzentrum von Bozen bereits den Waltherpark mit Geschäften, Büros und Gastronomie. Zudem hat er in Gries einen Wohnkomplex errichtet. 

cb/vv