Port qua leistungsstarker Triebfeder pro Wiens Wirtschaft – Wien

Erstmals analysierte die Standortanwaltschaft die Bedeutung des Wiener Hafens. Und belegt dessen wirtschaftliche Wirkung.

Zum ersten Mal nahm die Standortanwaltschaft Wien die wirtschaftliche Bedeutung des Hafen Wien unter die Lupe. Das Ergebnis wurde heute, Mittwoch, von Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ), Wien Holding-Chef Kurt Gollowitzer und Standortanwalt Alexander Biach und dem Geschäftsführer des Hafen Wien, Fritz Lehr vorgestellt. 

Hafen Wien trägt 54 Millionen zu Wiens BNP bei

“Der Hafen Wien ist mit seiner trimodalen Anbindung an die Verkehrsträger Wasser, Schiene und Straße eine der wichtigsten Güter-Drehscheiben in der Ostregion Europas. Er ist ein leistungsstarker Motor für die Wirtschaft und trägt 54 Millionen Euro zum Bruttoregionalprodukt in Wien bei. Der Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt Österreichs beträgt rund 72 Millionen Euro. “Darüber hinaus ist der Hafen Wien ein wichtiger Arbeitgeber in der Region und sichert allein in Wien 375 Vollzeit-Arbeitsplätze“, fasst Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ) zusammen.

“Effiziente und klimafreundliche Abwicklung des Warenverkehrs”

Die Versorgung mit Waren sei ein zentrales Element einer funktionierenden Volkswirtschaft, betonte Biach. Der Hafen Wien spiele eine wichtige Rolle bei der effizienten und klimafreundlichen Abwicklung der Warentransporte. “Damit wir wirtschaftlich und strategisch erfolgreich von den internationalen Warenströmen profitieren, müssen alle Verkehrsträger aber auch gleichermaßen weiterentwickelt und modernisiert werden”, erklärte der Standortanwalt. 

Vor allem das Zusammenspiel im geografischen Dreieck Hafen Wien, Flughafen und Güterverkehrsterminal Inzersdorf sei ein großer Standortvorteil, so Biach. Damit könne man sich voll auf die interkontinentalen Verkehre zwischen Asien und Europa spezialisieren und langfristig an den hochrangigen TEN-Routen zur wichtigsten mitteleuropäischen Drehscheibe der Warenverteilung werden.

Millionen-Investitionen sollen Hafen zukunftsfit halten

Um die Bedeutung des Wiener Hafens zu erhalten und aus zu bauen wurden in den letzten zehn Jahren rund 77 Millionen Euro in technische Modernisierung und Erweiterungen investiert. Diese Investitionen lösen zusätzliche volkswirtschaftliche Effekte aus: Der Beitrag zum Bruttoregionalprodukt (Wien) liegt bei 88 Millionen Euro, 750 Wiener Arbeitsplätze wurden dadurch gesichert. 

In der Analyse erkennt die Standortanwaltschaft auch große Chancen: “Der Güterumschlag auf den Korridoren zwischen Asien und Europa steigt monatlich. Die meisten europäischen Länder wie Frankreich, Deutschland, Italien oder Ungarn und Polen profitieren davon, weil sie die infrastrukturelle und logistische Anbindung an diese Korridore frühzeitig sichergestellt haben und laufend ausbauen. Damit generieren diese Regionen auch hohe Wertschöpfung. Wenn wir hier weiter aktiv werden, können wir den Standort Wien zum prosperierenden Handelsplatz zwischen Fernost und Europa ausbauen“, erklärt Biach.

Der ganze Bericht ist unter www.standortanwalt.wien abrufbar.

Nav-Account lok Time12.01.2022, 16:27| Akt: 12.01.2022, 16:30