Port Antwerpen installiert intelligente Poller mit Sensoren – Seefracht, Digital, Trends, Wissenschaft und Wissenschaft, Sensorik | News | TRANSPORT

Im vergangenen Jahr 2020 ließ der Hafen Antwerpen die Initiative zur Entwicklung eines digitalen Systems anlaufen, das dafür sorgen sollte, die Spannung in der Schraubverbindung von Pollern zu messen. Auf diese Art warnt das System davor, wenn ein Poller sich zu lösen oder zu brechen droht. Ziel war dabei nicht nur den Hafen sicherer und effizienter zu gestalten, sondern auch die Wartung zu optimieren und, so Hafenschöffin Annick De Ridder,

„eine Inspiration für andere Häfen zu sein. Indem wir unseren Hafen immer wieder als Testfeld für technologische Innovationen nutzen, nehmen wir hier weiterhin eine Vorreiterrolle ein.”

Aus insgesamt fünf Einsendungen wurde der „Bollard Monitor“ ausgewählt, zu Deutsch Poller Monitor ­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­ ­eine Einreichung des Brüsseler Technologieunternehmens Zensor. Der Monitor besteht aus zwei integrierten Sensoren, die die Spannung und deren Schwankungen am Montagesystem messen und im 15-Minuten-Takt die permanent aufgezeichneten Informationen über eine Funkverbindung zum operativen Dienst senden, wo diese auf einem Dashboard visuell dargestellt werden.

Erwin Verstraelen, Chief Digital Information & Innovation Officer des Hafens Antwerpen:

 „Als Teil unserer Vision, ein digitales Nervensystem über den physischen Hafen zu legen, haben wir Sensoren an einer Reihe von Pollern installiert. Damit wollen wir den Einfluss von großen Zugkräften messen, was helfen wird, die Wartung effizienter zu planen. Ein großartiges Beispiel dafür, wie wir Innovation und Partnerschaften nutzen, um die Sicherheit in unserem Hafen zu erhöhen.”

Entlang der rund 120 Kilometer langen Kaimauern des Hafens stehen etwa 7.000 Anlegepfosten und Poller, an die die Schiffe ihre Taue anlegen, damit sie sich während des Be- und Entladens nicht bewegen. Allerdings können diese bei windigem oder stürmischem Wetter eine enorme Zugkraft auf die Anlegepfosten und Poller ausüben, sodass die Gefahr besteht, dass sich ein Poller löst; folglich können Menschen verletzt werden und Schiffe abtreiben. Daher sind sowohl eine regelmäßige Inspektion als auch die Wartung der Poller unerlässlich.

Tom Cornelissen, Sales Manager Zensor:

„Zensor macht die Poller im Hafen Antwerpen intelligent. Anstelle von Inspektionen vor Ort zeigen die Sensoren automatisch und sofort an, wenn die Pollerverbindungen überlastet sind. Die technischen Dienste des Hafens Antwerpen können die tatsächliche Belastung der Poller live über die Online-Plattform von Zensor einsehen. Das System sendet einen Alarm aus, wenn sich ein Bolzen löst. Die Messdaten der Poller sind mit den Betriebsdaten der Hafenbehörde verknüpft. Die intelligente Verarbeitung dieser kombinierten Daten liefert zusätzliche Erkenntnisse und Kontext über die Belastung der Poller.”  

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