Politik und Wirtschaft erarbeitete Strategien zu Gunsten von die Energiewende « kleinezeitung.at

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Gemeinsame Lösungen finden: Wien Energie lud Spitzen der Politik und Wirtschaft zum Klimadiskurs. Eine Geschichte mit Fortsetzung.

19.24 Uhr, 04. September 2021

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Gipfeltreffen am Dachstein: STR Peter Hanke (Stadt Wien), LR Barbara Eibinger-Wiedl (Land Steiermark), BGM Ernst Fischauer (Ramsau), LR Ursula Lackner (Land Steiermark), Michael Strebl (GF Wien Energie) (v.l.n.r.) © Tobias Holzer

 

Branchen vernetzten, Wien und Steiermark verbinden und so gemeinsame Initiativen schaffen, um die Klimawende einzuleiten. Mit diesem Anspruch hat die Wien Energie die Initiative „Doppelgipfel am Dachstein“ ins Leben gerufen und lud an diesem Wochenende hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zur Auftaktveranstaltung ins Gletscherrestaurant am Dachstein sowie auf die Schafalm in Schladming.

Unter den 30 Teilnehmern waren unter anderem die beiden steirischen Landesrätinnen Ursula Lackner und Barbara Eibinger-Miedl, der Wiener Stadtrat Peter Hanke, Topführungskräfte wie Martin Graf (Energie Steiermark), Peter Umundum (Post AG), Julian Jäger (Flughafen Wien), Peter Koren (IV), Rektorin Sabine Seidler (TU Wien), Christa Zengerer (ACstyria) sowie die Unternehmer Franz Mayr-Melnhof, Kari Kapsch und Jürgen Roth. Wissenschaftlich begleitet wird dieses neu geschaffene Format von FASresearch.

Die Wende schaffen: 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft folgten der Einladung Foto © Tobias Holzer

Eine Anleitung zum Handeln

„Nachhaltige Lösungen werden uns nur gelingen, wenn wir alle an einem Strang ziehen“, sagt Michael Strebl, Vorsitzender der Wien-Energie-Geschäftsführung und Initiator dieser Veranstaltung, der diesen Doppelgipfel nicht nur als Thinktank verstanden wissen will, „sondern vor allem als Aufforderung und Anleitung zum realen Handeln“.
Wie radikal der Umbruch ausfällt, spürt inzwischen vor allem der Mobilitätssektor. Der angekündigte Ausstieg großer Automobilkonzerne aus dem Verbrennungsmotor und der Fokus auf Elektromobilität stellt den in Österreich vor allem in der Steiermark starken Automotive-Sektor vor enorme Herausforderungen. „Die Mobilitätswende muss Hand in Hand mit der Energiewende ablaufen“, ist der deutsche Mobilitätsexperte Hans-Peter Kleebinder überzeugt. Ergänzend brauche es eine Digitalisierungsoffensive sowie neue Berufsbilder. Ein entscheidender Erfolgsfaktor einer klimafreundlichen Mobilitätswende sei die Bevölkerung. „Die muss mitgenommen werden“, betont Kleebinder. Ähnlich sieht das Umweltlandesrätin Ursula Lackner: „Deswegen ist es wichtig, die Umstellungen so zu gestalten, dass niemand ausgeschlossen wird.“

Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden Entwicklungsoptionen und ein Kriterienkatalog erstellt. Daraus entstanden gemeinsame Handlungsanleitungen sowie Zukunftsstrategien für den Mobilitätssektor. Das nächste Treffen findet im kommenden Jahr in Wien statt.