Perforation in dieser Wissenschaft: Forscher dieser Uni Göttingen findet Weg zu Gunsten von Reisen mit Lichtgeschwindigkeit

Wird der “Warp-Antrieb” aus Star Trek bald Realität? Zumindest theoretisch hat ein Forscher der Uni Göttingen entdeckt, wie man schneller als Licht reisen kann.

Göttingen – Wird der “Warp-Antrieb” aus Star Trek etwa bald Realität? Zumindest theoretisch hat ein Wissenschaftler der Universität in Göttingen nun eine Lösung gefunden, mit der wir Menschen uns schneller als das Licht fortbewegen können.

Wenn Raketen erstmal mit Lichtgeschwindigkeit fliegen, kann die Menschheit das Universum besuchen. Aber aus technischer Sicht ist das nicht so leicht. (Symbolbild)  © 3dsculptor/123rf

Der von unserem Sonnensystem aus gesehen nächstgelegene Stern heißt “Proxima Centauri”. Um ihn zu erreichen, bräuchten wir selbst mit den schnellsten heutzutage herstellbaren Raketen mehr als 50.000 Jahre – ein klein wenig zu lang für ein normales Menschenleben.

Anders wäre das, wenn wir irgendwie mit Lichtgeschwindigkeit reisen können, dann würde die Reise zu anderen Sternen nur ein paar Jahre dauern. Doch wie bewegt man sich schneller als das Licht fort?

Auf diese Frage hatten Forscher bislang im Grunde nur unmögliche Antworten. Man bräuchte laut Einsteins Relativitätstheorie hypothetische Teilchen und negative Materie – sowas können wir aber nicht erschaffen.

Der US-amerikanische Wissenschaftler Dr. Erik Lentz von der Universität Göttingen hat nun aber eine – zumindest theoretische – Lösung für dieses Problem gefunden.

In seiner neuesten Studie erklärt er, wie man mit tatsächlich umsetzbarer Physik die Überlichtgeschwindigkeit erreichen kann.

Das Geheimnis seiner Überlegung liegt in sogenannten “hyperschnellen Solitonen”. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich dabei um Wellen, die das Reisen in beliebiger Geschwindigkeit ermöglichen können.

Eines Tages könnten Menschen durch das ganze Universum reisen. Allerdings dürfte dafür noch ein bisschen mehr Forschung nötig sein.  © Stefano Garau /123rf

Das Beste daran ist aber, dass man diese Solitonen mit ganz normalen und bereits existierenden Energiequellen betreiben kann. Man braucht also keine hypothetischen oder negativen Materialien.

Allerdings hat die Sache einen Haken: Laut einer offiziellen Pressemitteilung der Uni Göttingen würde die Solitonen-Methode derzeit eine “astronomische Energiemenge” benötigen.

“Die Energie, die für diesen Antrieb bei Lichtgeschwindigkeit für ein Raumschiff mit einem Radius von 100 Metern benötigt wird, liegt in der Größenordnung des Hundertfachen der Masse des Planeten Jupiter”, erklärt Dr. Lentz.

Als Nächstes müsste man deshalb herausfinden, wie man genug Energie einsparen kann, um das Ganze mit moderner Technologie zu betreiben, zum Beispiel aus einem Kernkraftwerk. “Dann können wir über den Bau der ersten Prototypen sprechen.”

Allzu bald werden wir also noch nicht schneller als das Licht zu fernen Sternen fliegen können. Aber immerhin ist der “Warp-Antrieb” nun keine Science-Fiction oder Physik-Träumerei mehr, sondern tatsächlich umsetzbar – zumindest in der Theorie.

Berlin Ernachrichten