Parfüm trifft Wissenschaft | DiePresse.com

Hauptbild

Nora Rosenblat arbeitet u. a. auf Ibiza an einem „Institut für innere Schönheit“.

Gonzalo Botet

Nora Rosenblat hat mit Experten Düfte „mit Wirkung“ entwickelt. Drum herum entsteht ein ganzes Institut, das helfen soll, Ressourcen zu wecken.

Nora Rosenblat war zwölf, als sie anfing, Parfüms zu sammeln. Sämtliche Pröbchen, die damals in Parfümerien zu bekommen waren, wurden wie ein Heiligtum gehütet. Im selben Alter begann sie, selbst Parfüm zu tragen.

Das „Schwarze von Armani“ sollte bis zu ihrem 24. Lebensjahr ihr Markenzeichen bleiben. Da war die WU-Absolventin nach einem Blitzaufstieg schon Direktorin für Zentral- und Osteuropa bei einer der größten Mediaagenturen – und befand, es sei Zeit für ein neues Parfüm.

Wie sehr einen Düfte mit Emotionen verbinden, weiß sie ebenfalls aus jener Lebensphase. Ein Hotel am Bosporus, ein Restaurant, in dem ihr ein Paschminaschal gereicht wird, darin noch der Hauch des Parfüms eines früheren Gasts: Gucci Rush, wie sie später herausfand, erinnert sie seither an jene erfolgreiche Zeit. Es war aber auch jene Zeit, in der ihre Töchter ein parfümiertes T-Shirt von ihr mit ins Bett nahmen, wenn sie wieder einmal auf Reisen war. „Jeden Tag im Flieger zu sein, das ist irgendwann auch anstrengend“, sagt Rosenblat. „Damals habe ich mir gedacht, ich möchte etwas tun, das Sinn hat.“