NHL-Team: Sex-Täter soll von Stanley Cup weit werden – US-Sportart

Dieser Fall erschüttert die NHL!

Der Missbrauchsfall um den ehemaligen Blackhawsk-Videocoach Brad Aldrich hatte bereits weitreichende Konsequenzen. Nun hat Rocky Wirtz (69), Besitzer des Teams, einen Brief an die Hockey Hall of Fame geschrieben und darum gebeten, dass der Name des ehemaligen Video-Analysten vom Stanley Cup entfernt wird.

Laut „ESPN“ schreibt Wirtz: „Obwohl man nicht rückgängig machen kann, was er getan hat, scheint es falsch zu sein, seinen Namen auf der prestigeträchtigsten Trophäe im Sport zu belassen.“

Es sei ferner der „moralische Glaube“ des Franchise, dass ein verurteilter Sexualstraftäter nicht zum Stanley-Cup-Team dazugehören dürfe.

In einem Statement bezeichnete die Hockey Hall of Fame die Anfrage als „angemessen“ und kündigte Gespräche mit den Treuhändern des Stanley Cup an, wie man mit dem Thema am besten umgeht.

Wirtz: „Namen werden seit Jahren eingraviert und dann geändert. Zu dem unverzeihlichen Verhalten von Aldrich Stellung zu beziehen, sollte auch die Streichung seines Namens aus dem Pokal gehören.“

▶︎ Was war passiert?

Videotrainer Brad Aldrich gehörte beim Stanley-Cup-Gewinn 2010 zum Trainerstab der Chicago Blackhawks. In dieser Zeit hat er den ehemaligen Blackhawks-Spieler Kyle Beach (31) sexuell belästigt. Zu diesem Ergebnis kam ein Untersuchungsbericht, der unter der Woche veröffentlicht wurde.

Hier kam unter anderem heraus, dass einige Führungskräfte des Teams von dem Vorfall wussten, aber nicht sofort reagierten. Aldrich musste lediglich von seinem Amt zurücktreten. Eine Untersuchung des Falls wurde jedoch nicht eingeleitet. Drei Jahre später wurde er in Michigan wegen kriminellen sexuellen Verhaltens vierten Grades an einem 16-Jährigen verurteilt.

In dieser Woche traten nun zunächst General Manager Stan Bowman (48) zurück und anschließend auch der damalige Blackhawks-Trainer Joel Quenneville (63), der inzwischen bei den Florida Panthers tätig war.

Berlin Ernachrichten