Neueste Technologie gegen Buschfeuer: Ziegen

Sydney. In Australien sollen gefräßige Ziegen ab sofort dabei helfen, das Risiko von Buschfeuern einzudämmen. Mehrere Farmer hätten eine Herde von Geißen und Böcken zur Verfügung gestellt, um die Gemeinde Clandulla im Bundesstaat New South Wales vor möglichen Feuern zu schützen, berichtete der Sender 9News am Mittwoch unter Berufung auf die örtliche Feuerwehr. In dem Örtchen 225 Kilometer nordwestlich von Sydney sei wegen trockener Gräser und Pflanzen eine große Brandgefahr ausgemacht worden.

Ziegen fressen Pufferzone frei

Vor den australischen Sommermonaten, in denen es häufig zu verheerenden Feuern kommt, sollen diese nun möglichst verschwinden – dank der Ziegen, die fast ihre ganze Zeit mit dem Fressen von Gräsern und Sträuchern verbringen, die viele andere Tiere nicht anrühren. „Das ganze Gemampfe macht sich jetzt die ländliche Feuerwehr zunutze“, hieß es in dem Bericht. Es sei das erste Mal, dass die Methode in Australien angewandt werde – in Spanien, Portugal und den USA seien aber bereits ähnliche Versuche unternommen worden.

Die Tiere sollen zwei Monate lang in der Region grasen. Es werde erwartet, dass die Ziegen allein in den kommenden drei Wochen zwei Hektar kahl fressen und so eine Pufferzone vor dem Dorf mit 200 Einwohnern schaffen würden. Sollte es doch zu einem Feuer kommen, würde dieses sich dann viel langsamer ausbreiten, sagte Troy Gersbeck von der regionalen Feuerwehr. Während kontrolliertes Feuerlegen („Backburning“) zur Verminderung des Waldbrandrisikos wetterabhängig sei, hätten Ziegen immer Spaß am Futtern, hieß es.