Neue Steam-Technologie könnte euch Download-Warterei ersparen

Dank des Steam-Patents würde ungeduldiges Starren auf den Download-Fortschritt der Vergangenheit angehören.

Dank des Steam-Patents würde ungeduldiges Starren auf den Download-Fortschritt der Vergangenheit angehören.

Hand auf’s Herz, wer kennt das nicht: Endlich hat man sich das heißersehnte Spiel auf Steam gekauft und möchte am liebsten sofort loslegen. Doch vor dem Start ins neue Abenteuer steht noch der Download von schlappen 84 GB aus.

Man könnte nun mal wieder die Fenster putzen, für die Schule respektive die Uni büffeln, endlich Japanisch lernen – oder wie gebannt auf den Download-Fortschritt starren, in der Hoffnung, dass es wieder einen Prozentpunkt hinaufgeht.

Eine neue Steam-Technologie namens »Instant Play« könnte diesem stillen Kampf mit der Ungeduld endlich ein Ende bereiten, wie ein jüngst aufgetauchtes Patent von Valve zeigt. Was steckt dahinter? Wir erklären es euch!

Spieldateien »on demand«

Das besagte Patent wurde von Valve bereits im März 2020 eingereicht. Es beschreibt eine Möglichkeit, wie Spiele bereits während des Downloads gestartet werden können und dennoch problemlos funktionieren sollen.

Essenziell für dieses Vorgehen ist ein Proxy-Dienst, der zwischen den Spieldateien und dem Downloadserver sozusagen den Vermittler spielt. Eine ausgeklügelte Technologie analysiert die Lese- und Schreibzugriffe der ausführbaren Exe-Datei und erstellt daraus eine Art digitale Karte des Spielaufbaus.

Ein ausgeklügelter Mechanismus analysiert die Spiele auf ihr Leseverhalten.

Ein ausgeklügelter Mechanismus analysiert die Spiele auf ihr Leseverhalten.

Dadurch lernt Steam das Spiel immer besser kennen und weiß schließlich dank der immer vollständigeren Karte, welche Dateien als Nächstes vom Spiel benötigt werden, wenn ihr euch im Hauptmenü befindet und loslegen wollt. Diese lädt der Client herunter, sodass ihr im besten Fall nichts davon mitbekommt.

Auch umgekehrt wäre die Technologie nützlich: Ungenutzte oder nicht mehr benötigte Dateien würden automatisch wieder gelöscht werden, um euch freien Speicherplatz freizuschaufeln.

Vorteile für Steam Deck und Cloud Gaming?

Die geringen Download-Größen und das anschließende Bereinigen des lokalen Speicherplatzes hätten auch für das Ende 2021 erscheinende Steam Deck Vorteile. Denn unterwegs könnt ihr oftmals noch immer nicht auf eine gute WLAN-Verbindung zurückgreifen. Dank der geringen Dateimenge könnte man im Optimalfall dennoch weitestgehend verzögerungsfrei spielen.

Was das Steam-Deck so alles kann, zeigt euch übrigens dieser Trailer:





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Steam Deck: Trailer zum Valve-Handheld präsentiert die wichtigsten Features

Auch für das Cloud Gaming im Allgemeinen könnte der Ansatz, ein Spiel zu analysieren und den Download entsprechend zu priorisieren, ein Fortschritt sein. Denkbar wäre es zum Beispiel, dass Entwickler ihre Spielstruktur gezielt auf viele kleine Dateien aufteilen, um den Prozess noch einfacher zu gestalten.

Freut euch aber nicht zu früh: Die Ungeduldigen unter euch müssen noch etwas, nun ja, geduldig sein. Denn noch ist unklar, ob und wann Valve diese Technologie in den Steam-Client integriert. Ganz umsonst dürfte man sich diese Gedanken jedoch nicht gemacht haben.

Derzeit sind übrigens eine Reihe richtig spannender Spiele auf Steam reduziert. Welche das sind, worum es darin geht und wie viel ihr sparen könnt, erfahrt ihr bei uns:

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Was haltet ihr von dem Valve-Patent? Glaubt ihr, dass die Technologie im Alltag wirklich so gut funktionieren würde, oder seid ihr eher skeptisch? Schreibt uns eure Meinung gern in die Kommentare!

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