Nächster Teuer-Schock: Wert zu Gunsten von Gaskunden um 24 von Hundert gestiegen – Wirtschaft

Die Deutschen mussten in den vergangenen Monaten (September bis Ende Dezember) vier Prozent mehr Energie fürs Heizen aufwenden als im Vorjahr – doch dafür mussten sie deutlich mehr blechen.

Eiskalte Winter-Überraschung: 24 Prozent! So viel mehr mussten die Verbraucher für die Gas-Grundversorgung im Corona-Herbst 2021 bezahlen. Heißt für einige: Entweder frieren im heimischen Wohnzimmer oder Gefrierpunkt im Portemonnaie.

Das zeigt eine Auswertung vom Vergleichsportal „Check24“. Demnach muss ein Musterhaushalt, der im Corona-Herbst 2020 „nur“ 544 Euro bezahlte, nun 672 Euro löhnen.

Steffen Suttner, Geschäftsführer Energie bei „Check24“: „Daran ist nicht zuletzt die steigende CO2-Abgabe schuld.“ Andererseits „geben die Versorger gestiegene Einkaufskosten an die“ Verbraucher weiter.

Doch ein Ende der Preisspirale ist nicht zu erwarten. Bereits Mitte Dezember vermeldete „Check24“: Für 2022 haben 1150 Versorger laut Vergleichsportal „Check24“ Preiserhöhungen für Strom- und Heizkosten angekündigt!

Rund 768 Gas-Anbieter wollen ihre Tarife im Schnitt um 28,2 Prozent anheben. Bedeutet für einen Musterhaushalt (2000 kWh Verbrauch) rund 423 Euro mehr pro Jahr

Noch dramatischer war im vergangenen Jahr übrigens der Preisanstieg beim Heizöl: Verbraucher mit einer Ölheizung müssen sogar 96 Prozent mehr blechen.

Der Grund: 2020 sorgte die schwache Konjunktur für sehr niedrige Ölpreise – doch im vergangenen Jahr zogen sie massiv an. Suttner: „Wer noch Heizöl für den aktuellen Winter benötigt, sollte den Tank jetzt wenigstens teilweise auffüllen“. Die Preise seien „zwar weiterhin hoch, aber nicht mehr ganz auf dem Rekordniveau der vergangenen Wochen.“

Laut Vebraucherportal „Verivox“ stiegen die Preise für Strom, Gas und Heizöl im Jahr 2021 so stark wie nie. Die Gaskosten für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden (kWh) lagen im Dezember demnach bei durchschnittlich 1704 Euro pro Jahr. Zu Jahresbeginn waren es noch 1162 Euro gewesen. Die Mehrkosten beliefen sich damit auf 542 Euro.