Musik und Unterhaltung: Oberndorfer Kultursommer startet im August – Oberndorf & Umgebung

Jonathan Schumacher (links) und Holger Gaus freuen sich schon auf August.Foto: Cools Foto: Schwarzwälder Bote Jonathan Schumacher (links) und Holger Gaus freuen sich schon auf August.Foto: Cools Foto: Schwarzwälder Bote

Veranstaltungen: Kultursommer geht von 20. August bis 12. September in die nächste Runde

Keine Party, keine Konzerte, keine Kultur – eine lange Durststrecke liegt hinter Veranstaltern, Musikern und Fans. Umso größer ist die Vorfreude auf den Kultursommer 2021, der alles bietet, was die Herzen von Musik-, Comedy- und Party-Fans höher schlagen lässt.

Oberndorf. Der Sommer in Oberndorf kann nur gut werden – schließlich haben die Organisatoren des Kultursommers nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr wieder ein Programm auf die Beine gestellt, das mit allerlei namhaften Acts aufwarten kann.

“2020 war schon echt schön. Wir wollten das unbedingt noch einmal machen”, sagt Organisator Holger Gaus, der einigen durch das “O.M.I. Open” beziehungsweise “Easter Cross Festival” bekannt sein dürfte.

2020 ist die Premiere des Kultursommer aus einer spontanen Idee des Teams von DTS Veranstaltungstechnik entstanden. Booker und Festival-Profi Holger Gaus, Technikexperte Jonathan Schumacher und Ticketing- und Technikleiter Andreas Bünemann bündelten ihre Kompetenzen und retteten so manchem den Sommer. Was in kürzester Zeit auf die Beine gestellt wurde, fand Gefallen. 2020 strömten an fünf Wochenenden insgesamt rund 3000 Zuschauer auf den Elefantenparkplatz gegenüber von der Oberndorfer Neckarhalle.

“Damals waren die Leute noch ein bisschen verunsichert wegen der Corona-Pandemie. Wir hoffen, dass es diesmal anders ist und mehr kommen.” Diesmal umfasst das Programm nur vier Wochenenden. Trotzdem bleiben es 14 Events, von denen manche an einem Donnerstagabend stattfinden.

Wer nun denkt, beim Programm wurde abgespeckt, der irrt. Im Gegenteil: Die Organisatoren haben aufgestockt. So legt Hauptact Rea Garvey am 21. August auf seiner “The Yellow Jacket Summer Sessions”-Tour einen Stopp in Oberndorf ein. “Der spielt normalerweise erst ab 1500 Zuschauern”, sagt Gaus.

Eigentlich wäre in Oberndorf Platz für mehr als 3000 Menschen auf dem Elefantenparkplatz. Bei maximaler Auslastung dürfen coronabedingt jedoch nur 1500 Leute reingelassen werden, solange die Inzidenz niedrig bleibt.

House Musik zum Auftakt

Den Auftakt im Kultursommer macht das “Sun & Soda”- Festival am 20. August, das mit bekannten DJs, wie “Vol2Cat”, und lokalen Größen aufwartet und von House bis Electronic Dance Music alles für begeisterte Clubgänger bietet. Der Sonntag ist ein Tag für die ganze Familie, an dem die Trichtinger Bauernkapelle auftritt und ein Theaterstück für Kinder gezeigt wird.

Das zweite Wochenende beginnt mit einem dicken Grinsen am Donnerstag, denn Kabarettist Heinrich del Core macht am 26. August seine Aufwartung. Der Freitag und der Samstag werden Leckerbissen für Metal-Fans. Im Rahmen eines “O.M.I Open”-Air-Wochenendes wird Festivalfeeling geboten. Welche Bands spielen, wird noch nicht verraten. Nur so viel: “Da ist einiges Gutes dabei”, verspricht Gaus.

Entspannt in den Sommerabend starten kann man bei der After Work Party mit DJ Webster am Freitag, 3. September, ehe es am Samstag heavy wird. Gleich drei Kracher erwarten die Fans von Heavy Metal, Hardrock und Power Metal. Die Rottweiler Band Sirius Curse und die Kultrocker von “Axxis” haben bereits 2020 die Bühne beben lassen. Chris Bay, Frontmann von “Freedom Call”, rundet das Line-up am 4. September ab. Am Sonntag erwartet die Zuhörer ebenfalls etwas Besonderes. Die deutsche Alternative-Rock/Metal-Band “Die Happy” spielt unplugged.

Ein magischer Abend findet am 9. September mit Zauberkünstler Thomas Fröschle alias “Topas” in Oberndorf statt, gefolgt von Volxrock mit den “Troglauern” und den Schwaben von “Gäumoggel”. Ein weiterer Knaller, der noch nicht verraten wird, ist für den 11. September vorgesehen. Am 12. September endet der Kultursommer mit der Stadtkapelle Oberndorf.

Es sei nicht einfach gewesen, Acts zu finden, sagt Holger Gaus. Denn auch wenn es viele wieder auf die Bühne zieht, so bekommen manche Künstler Überbrückungshilfen und würden sich mit Auftritten ins eigene Fleisch schneiden. Trotz dieser Schwierigkeiten habe man eine gute Mischung aus Comedy, Unterhaltung, Rock, Metal, Pop und Electro gefunden, so dass für jeden Geschmack etwas geboten werde. “Es soll Kultur fürs Ländle sein, also auch für verschiedene Vorlieben”, so Gaus.

Kompliziert war auch die Erarbeitung eines Platzkonzeptes. “Im Pläne-für-die-Tonne-Produzieren sind wir jetzt echte Experten”, sagt Jonathan Schumacher. Ständig neue Verordnungen machten es nötig, immer wieder erarbeitete Varianten über den Haufen zu werfen und noch einmal neu zu beginnen.

Im Februar 2021 hatte man erstmals mit dem Gedanken gespielt, den Kultursommer noch einmal aufleben zu lassen. “Dann wurden wir von der Politik überrannt und waren kurz davor, es zu lassen”, sagt Schumacher. Doch die Kultur habe so gefehlt. “Wir wollten das irgendwie hinkriegen”, sagt Gaus.

Bei einer Inzidenz von unter zehn dürfen laut aktueller Verordnung 1500 Personen auf den Platz. Die Organisatoren gehen davon aus, dass es ohne Maske gehen wird. Jedoch müssen die Besucher des Kultursommers genesen, geimpft oder getestet sein und die aktuellen Entwicklungen der Verordnung verfolgen. Es werde vor Ort ein Testangebot geben. Besser sei aber, mit einem aktuellen Tagestest zu kommen und so die Wartezeit am Eingang kurz zu halten.

Das Konzept, die Konzerte vom Auto aus verfolgen zu können, sei gestorben, so Schumacher. Die Nachfrage sei bei einem hohen technischen Aufwand zu gering gewesen.

Sollte die Inzidenz steigen, so haben die Veranstalter drei weitere Pläne als Asse im Ärmel. “Wir gehen aber davon aus, dass es so wie geplant durchgeführt werden kann”, sagt Schumacher. Durch die Größe des Veranstaltungsortes könne jeder, der Abstand suche, diesen auch finden.

Eine weitere coronabedingte Herausforderung für die Organisatoren war die Sponsorensuche. Firmen biete man als Anreiz an, das Gelände an den veranstaltungsfreien Tagen für eine Firmenfeier oder Ähnliches zu nutzen. Vereine könnten sich für die Bewirtung bewerben und die Vereinskasse aufbessern.

“Es ist für die Stadtgemeinschaft wichtig, dass man etwas gemeinsam tut”, findet Holger Gaus. Und nachdem Kultur und Kreativität so lange brach gelegen hätten, sei der Kultursommer umso wichtiger. “Vielleicht wird es ihn ja jetzt jedes Jahr geben”, meint Gaus schulterzuckend und grinst. Einen Festivalsommer haben nach der langen Zeit der Entbehrungen garantiert alle bitter nötig.

Die Terminen Freitag, 20. August, Sun & Soda Festival

n Samstag, 21. August, Rea Garvey

n Sonntag, 22. August, Bauernkapelle Trichtingen und Kindertheater

n Donnerstag, 26. August, Heinrich del Core

n Freitag, 27. August, “O.M.I Open”-Air, Tag eins

n Samstag, 28. August, “O.M.I Open”-Air, Tag zwei

n Freitag, 3. September, Afterwork Party mit DJ Webster

n Samstag, 4. September, Axxis, Chris Bay und Sirius Curse

n Sonntag, 5. September, Die Happy (unplugged)

n Donnerstag, 9. September, Thomas Fröschle alias Topas

n Freitag, 10. September, Troglauer und Gäumoggel

n Samstag, 11. September, Act noch nicht bekanntgegeben

n Sonntag, 12. September, Stadtkapelle Oberndorf

Karten gibt es unter Telefon 07423/8 70 60 20, online auf www.kultursommer-oberndorf.de und beim Schwarzwälder Boten unter der Ticket-Hotline 07423/7 87 90.