Müller: Wissenschaft ist dies Zukunftsressort

Müller: Wissenschaft ist das Zukunftsressort

Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin, spricht bei einem Interview. Foto: Christophe Gateau/dpa

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Berlins Regierender Bürgermeister hat mit Wissenschaftsthemen nie gefremdelt. Die Entscheidung, das Ressort direkt im Roten Rathaus anzudocken, war aus seiner Sicht genau richtig.

Aus Sicht von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller ist Wissenschaft das Ressort der Zukunftsthemen. Für ihn sei das Interesse für die Wissenschaft am Anfang rein privater Natur gewesen, sagte Müller der Deutschen Presse-Agentur, der neben seinem Amt als Regierungschef auch Wissenschaftssenator ist. «Ich habe ja keinen akademischen Hintergrund, fand das Thema Wissenschaft und Forschung aber immer schon spannend», so der SPD-Politiker. «Ich habe dann in den letzten Koalitionsverhandlungen erkannt, dass der Bereich eine Riesenchance für Berlin sein kann, dass dies das eigentliche Zukunftsressort ist. Und so haben wir den Bereich bei mir in der Senatskanzlei verankern können.»

Und das sei eine gute und richtige Entscheidung gewesen. «Klar, auch Umwelt, Verkehr, Digitalisierung sind Themen der Zukunft. Aber Wissenschaft und Forschung bündelt diese Themen und gibt Antworten auf die Herausforderungen, die vor uns liegen.» Müller wies auf die Fortschritte hin, die Berlin hier in den vergangenen fünf Jahren gemacht habe: «Berlin ist Wissenschaftsmetropole – das wird inzwischen auch international wahrgenommen. Was wir hier für die Wissenschaftsstadt etablieren konnten, wird auch langfristig bleiben.»

Ob Müllers Modell, das Wissenschaftsressort direkt im Roten Rathaus anzusiedeln, nach den Abgeordnetenhauswahlen am 26. September Bestand hat, gilt als offen. Zumindest die grüne Spitzenkandidatin für das Abgeordnetenhaus, Bettina Jarasch, hatte bereits im Juni ihre Sympathie dafür erklärt: «Ich will, dass das so bleibt.» Wenn sie Regierende Bürgermeisterin werden sollte, möchte sie auch das Wissenschaftsressort übernehmen. Müller selbst will in den Bundestag wechseln.

dpa

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