Mio.-Gunstbezeigung: Erfurter Wissenschaftlerin an Projekt übrig Fehlinformationen zum Impfen beteiligt | Wissenschaft

Millionen-Förderung: Erfurter Wissenschaftlerin an Projekt über Fehlinformationen zum Impfen beteiligt

13.03.2021, 10:37

| Lesedauer: 2 Minuten

Die Erfurter Sozialwissenschaftlerin Cornelia Betsch will einen Beitrag gegen gefährliche Fehlinformationen zum Impfen leisten.

Cornelia Betsch, Psychologin und Professorin an der Universität Erfurt.

Foto: Marco Borggreve

Das Forschungsprojekt “Jitsuvax” zur Impfverweigerung wird mit 3,1 Millionen Euro von der EU gefördert
Erfurt, heißt es in einer Mitteilung. Ein internationales Wissenschaftlerteam unter Beteiligung der Erfurter Sozialwissenschaftlerin und Impfforscherin Cornelia Betsch will gegen gefährliche Fehlinformationen zum Impfen vorgehen und sich dabei vor allem auf medizinisches Fachpersonal konzentrieren. Corona-Blog: Inzidenz bei Kindern sprunghaft gestiegen – Die neuen Lockdown-Regeln in Thüringen

Impfverweigerung sei auch in den Augen der WHO eine ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit der Menschen weltweit und vor allem eine Folge von Fehlinformationen im Internet, so Betsch.

Medizinisches Fachpersonal könne am ehesten die Impfentscheidungen der Menschen beeinflussen, weil es als vertrauenswürdig betrachtet wird.
Für das Forschungsprojekt stehen bis März 2025 insgesamt 3,1 Millionen Euro an Fördermitteln aus einem EU-Programm zur Verfügung. Koordiniert wird das Projekt von der Universität Bristol aus. Betsch leitet ein Teilprojekt. Weitere Partner sind Forschungseinrichtungen in Großbritannien, Finnland, Frankreich und Portugal.

In Zusammenarbeit mit der WHO und Unicef sollen die Erkenntnisse global verbreitet und genutzt werden.
Für das Projekt soll zunächst die Einstellung von medizinischen Fachpersonal zu Impfungen in den teilnehmenden Ländern gemessen werden. Im zweiten Schritt werde die Vorgehensweise von Impfgegnern analysiert, um daraus Argumente für das Impfen gegen falsche Annahmen zu generieren. „Der beste Weg, sich Wissen anzueignen und Fehleinschätzungen zu bekämpfen, ist die Verwendung von Fehlinformationen selbst und ihre gründliche Analyse und Widerlegung“, sagte Betsch.

Ein Ziel seien Werkzeuge, mit deren Hilfe Fehlinformationen in der Öffentlichkeit vorgebeugt und fundiertes Wissen über das Impfen vermittelt werden kann. Entstehen soll so unter anderem ein Leitfaden für medizinisches Fachpersonal und öffentliche Gesundheitseinrichtungen.



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