Liveblog zur Corona-Weltweite Seuche: ++ Milliardenschäden pro deutsche Wirtschaft ++



Liveblog

Stand: 23.01.2022 08:54 Uhr

Der deutschen Wirtschaft sind seit Beginn der Pandemie Schäden in Höhe von rund 350 Milliarden Euro entstanden. Gesundheitsminister Lauterbach hat eine neue Impfkampagne angekündigt. Alle Entwicklungen im Liveblog.

07:46 Uhr

Institut: Corona hat große wirtschaftliche Schäden verursacht

Die Corona-Pandemie hat in den vergangenen beiden Jahren zu enormen wirtschaftlichen Schäden geführt. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln kommt in einer Analyse zum Ergebnis, dass der Wertschöpfungsausfall bei rund 350 Milliarden Euro liegt. Ein Großteil davon gehe auf Ausfälle beim privaten Konsum zurück, unter anderem wegen Lockdown-Maßnahmen.

Selbst wenn zum Jahresende 2022 beim Bruttoinlandsprodukt das Vorkrisenniveau wieder erreicht werden sollte, bestehe auch dann noch eine “markante Lücke” zur Wirtschaftsleistung im Vergleich dazu, wenn es die Pandemie nicht gegeben hätte, heißt es in einem IW-Kurzbericht. “Erst mit einem kräftigen Wirtschaftswachstum in den nächsten Jahren können Stück für Stück die Wertschöpfungs- und Einkommenslücken infolge der Pandemie wieder geschlossen werden.”

07:43 Uhr

Peking: Behörden testen zwei Millionen Menschen

Weniger als zwei Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele haben die chinesischen Behörden eine Massen-Corona-Testung im Austragungsort Peking angeordnet. Alle zwei Millionen Bewohner des Bezirks Fengtai der chinesischen Hauptstadt würden wegen eines dort aufgetretenen Infektionsherds auf das Coronavirus getestet, teilten die Behörden mit.

Insgesamt waren in Peking in der vergangenen Woche rund 30 Corona-Infektionen festgestellt worden. Die Massentestung in Fengtai soll den Angaben zufolge noch am Sonntag beginnen. In dem Bezirk wurden demnach zuletzt sechs Neuinfektionen gemeldet.

China verfolgt bei der Pandemiebekämpfung eine rigorose Null-Covid-Strategie. Mit lokal begrenzten Lockdowns und Massentestungen gelang es den Behörden bislang, immer wieder einzelne Corona-Ausbrüche unter Kontrolle zu bringen.

04:13 Uhr

Inzidenz steigt auf über 800

Das Robert Koch-Institut meldet 85.440 Neuinfektionen. Das sind 32.936 Fälle mehr als am Sonntag vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 806,6 von 772,7 am Vortag und erreicht damit einen neuen Höchstwert. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben.

54 Menschen starben binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 116.718. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 8,68 Millionen Corona-Tests positiv aus.

03:04 Uhr

Eckpunkte des Impfpflicht-Gruppenantrages

Wenige Tage vor den ersten Beratungen über eine Corona-Impfpflicht im Bundestag nehmen die Pläne der Befürworter Konturen an. Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dirk Wiese, der zusammen mit anderen Abgeordneten der Ampel-Koalition Eckpunkte einer Impfpflicht ab 18 Jahren vorbereitet, nannte der Nachrichtenagentur dpa erste Einzelheiten: Die Pflicht sollte demnach auf ein bis zwei Jahre befristet sein, für nicht mehr als drei Impfungen gelten und über Bußgelder durchgesetzt werden.

Wiese hatte am Freitag zusammen mit sechs Politikern von Grünen und FDP in einem Brief an alle Bundestagsabgeordneten außer denen der AfD einen Gruppenantrag für eine Impfpflicht ab 18 angekündigt. Es gehe darum, “eine nachhaltige, verhältnismäßige und gleichzeitig zielgerichtete Lösung zu finden”, heißt es in dem Schreiben.

02:08 Uhr

Virologin Brinkmann für Impfpflicht ab 50

Die Virologin Melanie Brinkmann befürwortet eine Impfpflicht gegen Corona für Menschen ab 50. “Ich bin kein Fan der Impfpflicht, aber ich bin skeptisch, ob wir mit anderen Maßnahmen wie Impfkampagnen und Aufklärung allein die Impflücke so schließen können, dass wir in ruhige Fahrwasser kommen”, sagte Brinkmann der “Rheinischen Post” .

Eine Impfpflicht für Menschen über 50 würde Sinn machen, sagte Brinkmann mit Blick auf eine entsprechende Vorgabe in Italien. Bislang sei es überwiegend diese Altersgruppe, die die meisten Corona-Krankenhausbehandlungen notwendig mache. Allerdings gab sie zu bedenken, dass auch jüngere Menschen schwer erkranken und mit einer Impfung ihr Risiko stark senken könnten. Die Professorin der Technischen Universität Braunschweig sitzt im Corona-Expertengremium der Bundesregierung.

Virologin Brinkmann bei “Anne Will”: Impfpflicht ab 50.

Bild: picture alliance / Eventpress

01:55 Uhr

Neuseeland verschärft Maßnahmen – Ahern sagt Hochzeit ab

Neuseeland verschärft seine Corona-Maßnahmen. Das Land registrierte am Wochenende neun Omikron-Neuinfektionen auf beiden Hauptinseln des Landes. Eine infizierte Familie hatte an einer Hochzeit mit 100 Gästen teilgenommen.

Premierministerin Jacinda Ardern sagte daraufhin ihre eigene geplante Hochzeit ab. Auf Anfrage von Reportern sagte sie, sie unterscheide sich nicht von Tausenden anderer Neuseeländer, die weitaus verheerendere Auswirkungen der Pandemie zu ertragen hätten. “Das Schlimmste ist, wenn man nicht bei einem geliebten Menschen sein kann, wenn dieser schwer krank ist. Das übertrifft bei Weitem jede Traurigkeit, die ich empfinde”.

Sagt wegen der Pandemie ihre eigene Hochzeit ab: Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern.

Bild: AP

00:55 Uhr

Lauterbach kündigt mehrsprachige Impfkampagne an

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat für die kommende Woche den Start einer neuen Impfkampagne in der Corona-Pandemie angekündigt. “Wir sind in der Pflicht, die Menschen zu erreichen”, sagte er der “Bild am Sonntag”. Daher beginne am Dienstag eine breit angelegte Kampagne mit Plakaten sowie Radio- und Fernsehspots. Diese sei “kreativer” als die bisherigen Versuche, die Bevölkerung zum Impfen zu ermuntern. “Und sie ist in ganz unterschiedlichen Sprachen”, fügte Lauterbach hinzu. Die neue Impfkampagne soll demnach unterschiedliche Zielgruppen ansprechen, darunter Ältere, Familien und junge Männer auf dem Land sowie Menschen mit Migrationshintergrund.

00:16 Uhr

Rumänien und weitere Staaten Hochrisikogebiete

Seit heute gelten weitere 19 Staaten als Corona-Hochrisikogebiete, was Reisewarnungen und bestimmte Quarantäneregeln bei der Einreise von dort mit sich bringt. Dazu zählen in Europa nun Rumänien, die Republik Moldau und das Kosovo. Insgesamt stehen damit 155 Länder auf der Risikoliste des Robert Koch-Instituts (RKI). Neben den drei europäischen Ländern sind diese Länder neu hinzugekommen: Marokko, Tunesien, Algerien und Saudi-Arabien, Japan, Indien, Bhutan, Nepal, Mongolei, Kasachstan und Usbekistan sowie die Malediven, Brasilien, Chile, Ecuador und Paraguay. Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht mindestens den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze hat oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

00:03 Uhr

Städte- und Gemeindebund fordert Exitstrategie

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat Bund und Länder aufgefordert, einen Corona-Lockerungsplan nach Stufen zu entwickeln. Es müsse “bereits jetzt eine Exitstrategie vorbereitet werden”, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. “In den Nachbarländern können wir verfolgen, dass die Pandemie irgendwann ihren Höhepunkt erreicht haben wird und dann die Zahlen drastisch und schnell wieder sinken.” Gesundheitsminister Karl Lauterbach schätze, dass dieser Punkt in Deutschland etwa Mitte Februar erreicht sein werde. “Deshalb wäre es klug, bereits jetzt festzulegen, wann welche Beschränkungen in welcher Reihenfolge unter welchen Voraussetzungen zurückgefahren werden können”, sagte Landsberg.

00:01 Uhr

Pfizer-Chef setzt auf jährliche Impfungen

Pfizer-Chef Albert Bourla zieht in der Corona-Pandemie eine jährliche Corona-Immunisierung häufigen Booster-Impfungen vor. In einem Interview mit N12 News in Israel sagte Bourla auf die Frage, ob er Auffrischungsimpfungen alle vier bis fünf Monate auf einer regulären Basis erwarte: “Das ist kein gutes Szenario. Ich hoffe, dass wir ein Vakzin haben werden, das einmal jährlich verabreicht wird”. Auf diese Weise könne man Menschen leichter überzeugen, sich impfen zu lassen.

22.1.2022 • 00:13 Uhr

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