Kritik an «Sex And The City»-Sequel «And Just Like That»: «Selbst musste mir ein paar Mal an den Kopf langen»

Publiziert27. Dezember 2021, 04:22

Carrie, Charlotte und Miranda sind zurück! Fans kritisieren jedoch, dass kontroverse Themen im Sequel der Hit-Serie bloss im Schnelldurchlauf behandelt werden. Influencerin Ana-Larina Cooper nimmt Stellung.

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Wieder mit dabei beim «Sex and the City»-Spin-off «And Just Like That»: Cynthia Nixon (55) als Miranda Hobbes, Kristin Davis (56) als Charlotte York und Sarah Jessica Parker (56) als legendäre Carrie Bradshaw. Der revolutionären Geist der Originalserie scheint allerdings auch in der Mode etwas verloren gegangen zu sein.

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Carries Looks haben zwischen 1998 und 2010 einen regelrechten Mode-Hype ausgelöst. Seit «Sex and the City», und gerade wegen Carrie, sind Namen wie Manolo Blahnik und Christian Louboutin heute populär. Ausserdem haben wir von Carrie gelernt, wie man Teile aus der Brocki mit Designerklamotten kombiniert – hier zum Beispiel einen lila Taft-Rock mit einem Shirt von Dior.

imago images/ZUMA WireJetzt trägt Anwältin Miranda Hobbes ein kariertes Hemdkleid von L’Agence. Carries schwarzen Nietengürtel kennen wir noch vom ersten SATC-Film, das fuchsiafarbene «Tafetta»-Kleid von Caroline Herrera ist nun aber wirklich nicht Carrie-Like. 

Jetzt trägt Anwältin Miranda Hobbes ein kariertes Hemdkleid von L’Agence. Carries schwarzen Nietengürtel kennen wir noch vom ersten SATC-Film, das fuchsiafarbene «Tafetta»-Kleid von Caroline Herrera ist nun aber wirklich nicht Carrie-Like.

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  • «And Just Like That …» heisst das Sequel zur weltberühmten Erfolgsserie «Sex And The City».

  • Damals machte die Produktion von sich reden, indem das Tabuthema der weiblichen Sexualität von Carrie und Co. in jeder Folge ausgiebig diskutiert wurde.

  • In der neuen Version der Show werden ebenfalls wichtige gesellschaftliche Themen aufgegriffen – wie etwa Rassismus, Covid und das Älterwerden.

  • Wir haben Fashion-Influencerin Ana-Larina Cooper (30) gefragt, was sie vom Spinoff hält.

Befreiend, prickelnd und sexy: Das war «Sex And The City» um die Jahrtausendwende, als die Serie erstmals veröffentlicht wurde. Die Geschichten von Carrie, Charlotte, Samantha und Miranda, die sexuell befreit und finanziell unabhängig das New York der 00er Jahre eroberten, zogen Menschenmassen vor die heimischen Bildschirme. Jetzt sind die Macher der Erfolgsserie mit dem Sequel «And Just Like That» zurück – und lassen bei den Fans einiges vermissen.

Verklemmtes Kichern statt grosse Klappe

So etwa der offene Umgang mit der eigenen Sexualität: In der Fortsetzung des HBO-Megahits bricht die sonst so offene Carrie während eines Podcasts zum Thema Masturbation in verschämtes Kichern aus. Für viele Fans ist das nicht nachvollziehbar. Die Fashion-Influencerin Ana-Larina Cooper (30), die sich die Serie bereits angesehen hat, findet hingegen: «Sie ist halt auch älter geworden und man hat gemerkt, dass es ihr unangenehm war.» Dennoch sagt sie, dass mit dem Thema offen umgegangen werden sollte, denn: «So etwas gehört zum Leben dazu!»

Samantha fehlt

Im Sequel sind die vier ursprünglichen Hauptdarstellerinnen nur noch zu dritt. Samantha, die von Schauspielerin Kim Cattrall (65) gespielt wird, ist laut Miranda nach London ausgewandert. Der Grund für ihr Fernbleiben dürfte sein, dass Cattrall verlangt hat, dass alle vier Hauptdarstellerinnen gleich viel verdienen sollen.

Fans scheinen ihren Charakter nun jedenfalls zu vermissen: «Es ist traurig, dass die Autoren ganze vier neue Figuren benötigen, um die Leere zu füllen, die Samantha hinterlassen hat», schreibt eine Twitter-Userin.

«Miranda ist sozial unbeholfen»

Immerhin eine gibt sich fortschrittlich: Miranda Hobbes gespielt von Cynthia Nixon (55). Während Carrie und Charlotte ihre Haare färben, trägt sie ihre grau. Sie macht jetzt nämlich einen Master in «Human Rights» und will ein Vorbild sein. Trotzdem beleidigt die New Yorker Anwältin gleich in ihrem ersten Seminar unfreiwillig die schwarze Professorin.

«Die Szene, in der Miranda ihre Dozentin kennenlernt, fand ich persönlich ziemlich peinlich und musste mir auch ein paar Mal an den Kopf langen», sagt Ana-Larina Cooper. Einigen Personen auf Twitter geht es ähnlich: «Miranda ist jetzt sozial unbeholfen, Charlotte hat null Entwicklung in ihrem Charakter, Samantha ist weg und alle Statistinnen und Statisten sind jetzt übertrieben aufgeklärt.»

Charlotte bleibt angespannt

Charlotte York, gespielt von Kristin Davis (56), ist noch kein bisschen entspannter als in der Erstverfilmung: Dass ihre Tochter Rose in weiten Klamotten durch die Gegend skatet, zerrt an ihren Nerven. Bei den Fans scheint die durchaus verklemmt wirkende Figur nicht sonderlich gut anzukommen: «Ich dachte immer, ich bin eine Charlotte, aber es stellt sich heraus, dass ich definitiv eine Miranda bin», schreibt eine Twitter-Userin.

Gesellschaftliche Themen werden nur angestreift

«And Just Like That» diskutiert zahlreiche gesellschaftskritische Themen, die aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken sind – wie etwa Corona, Rassismus und Sexismus. An der Umsetzung scheint es allerdings noch etwas zu hapern. So finden viele Fans, dass die Themen nur oberflächlich aufgegriffen werden. «Sie werden krampfhaft und im Schnelldurchlauf in der ersten Folge abgeklappert», schreibt etwa eine Twitter-Userin.

Das letzte Wort hat Userin Cherry, die findet: «Samantha würde ihre Freunde nie so hängen lassen, Miranda würde auf jeden Fall Podcasts hören, Carrie würde im Podcast Sex-Tipps geben wie früher in ihrer Kolumne, Mirandas zwanghafter Versuch, politisch korrekt zu sein, ist total unangenehm und passt nicht zu ihrer Figur. Bei so viel aufgesetzter Wokeness wird mir schlecht. So wäre die Show früher nie herausgekommen.»

Alle zehn Folgen der ersten Staffel «And Just Like That …» sind ab sofort auf Sky Show verfügbar.

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