Keine Liebe für jedes Dating-App: DHDL-Handel rund um Chaanz platzt

Schon wieder verläuft ein Deal mit Carsten Maschmeyer im Sande. In der aktuellen Staffel der Gründerserie “Die Höhle der Löwen” sicherte der deutsche Finanzunternehmer der Künstlichen-Intelligenz-App Read-O sowie dem Hörbuchportal Audory eine Finanzierung zu, nach der Sendung klappte es dann aber doch nicht mit der Zusammenarbeit. Es ist eben wie im echten Leben: Die Liebe auf den ersten Blick hält nicht immer und wer in einer TV-Serie den vermeintlichen Traum-(Geschäfts-)Partner findet, muss dann manchmal ganz stark sein. Jetzt hat es zwischen der Dating-App Chaanz und Maschmeyer doch nicht gefunkt – warum nicht?

Chaanz: Zwei Investoren interessiert

Zunächst sah es für das hessische Start-up Chaanz gut aus: Gleich zwei Investoren wollten sich zusammentun und das Unternehmen unterstützen – Carsten Maschmeyer und Georg Kofler. Während Nutzerinnen und Nutzer sich bei Bumble und Tinder vor einem Treffen so lange unterhalten und chatten wie sie wollen, ist Chaanz darauf ausgelegt, Menschen für sich zu gewinnen, die sich sofort treffen wollen – in Bars, an der Uni oder auch bei Festivals.

Chaanz: Das war der Deal

Der vorgeschlagene Deal des Gründertrios Marwin Grundel, Jakob Hubloher und Nino Reiter aus Dreieich: Die Investoren sollten für 125.000 Euro 30 Prozent der Firmenanteile erhalten. Maschmeyer und Kofler wollten Chaanz eine Chance geben, verhandelten und schlugen 49 Prozent für 200.000 Euro vor. Die Chaanz-Gründer stimmten zu. Das Start-up war zum Zeitpunkt des Deals allerdings noch nicht auf dem Markt. Und das war auch der Knackpunkt. Denn wie Hubloher zu Beginn richtig eingeschätzt hatte: Das Unternehmen war einfach zu früh dran.

Chaanz: Darum hat es nicht geklappt

So ganz harmonisch scheint es zwischen den Investoren und den Chaanz-Gründern nicht gelaufen zu sein. Laut Start-up-Portal Gründerszene kam es zu keinem Investment. Chaanz-CEO Grundel sagte: “Unsere Vorstellungen und die der Investoren sind hier auseinandergegangen und der Deal kam leider nicht zustande.” Die strategische Ausrichtung der jungen Tech-Firma habe sich im Laufe der Gespräche weiterentwickelt. Einem Insider zufolge haben die TV-Juroren den Deal platzen lassen, weil das finanzielle Risiko zu hoch und die Umsatzprognosen nicht realistisch gewesen seien.