Internationale Einhaltung kubanischer Wissenschaftler:non… | amerika21

Havanna. Mit Beginn dieses Jahres sind erneut drei kubanische Forscher:innen Mitglieder der Weltakademie der Wissenschaft (The World Academy of Science, TWAS) zur Förderung der Wissenschaft in den Entwicklungsländern geworden. Zusammmen mit 55 weiteren Wissenschaftler:innen wurden sie auf der jüngsten TWAS-Generalkonferenz als “Fellows” ausgezeichnet und aufgenommen.

Eine der neuen Mitglieder aus Kuba ist die Molekularbiologin Tania Crombet, Direktorin für klinische Forschung am Zentrum für molekulare Immunologie (CIM). Über ihre Forschungen zu Mitteln gegen Krebs, Autoimmunkrankheiten und neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson hat sie mehr als 200 Artikel veröffentlicht und wurde mehrfach ausgezeichnet. Crombet ist zudem Mitglied der Expertengruppe Covid-19 der InterAcademy Partnership.

Die beiden anderen neuen Fellows aus Kuba sind Gerardo Guillén Nieto und Ernesto Altshuler. Guillén ist Direktor für biomedizinische Forschung am Zentrum für Gentechnik und Biotechnologie (CIGB) in Havanna und ist Inhaber von 52 Patenten. Er war direkt an der Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen gegen Covid-19 sowie an der Ausarbeitung des kubanischen nationalen Protokolls für die Behandlung und das Management von Covid-Patienten beteiligt.

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Professor Altshuler forscht an der Fakultät für Physik der Universität von Havanna über physikalische Innovationen in der Materialwissenschaft und Biologie. Er hat bahnbrechende Arbeiten auf dem Gebiet des Stromtransports durch Supraleiter sowie der “Superkontamination” von Coli-Bakterien vorgelegt und zahlreiche wissenschaftliche Auszeichnungen erhalten.

TWAS hat ihren Sitz in Triest, Italien, und wurde 1983 von einer angesehenen Gruppe von Wissenschaftler:innen aus den Entwicklungsländern unter der Leitung des pakistanischen Nobelpreisträgers Abdus Salam gegründet. Sie versteht sich als “Stimme der Wissenschaft im Süden” und unterstützt nachhaltigen Wohlstand durch Forschung, Bildung, Politik und Diplomatie. Zu ihren Aktivitäten gehört die Förderung von Spitzenleistungen in der wissenschaftlichen Forschung in den Entwicklungsländern, Süd-Süd- und Süd-Nord-Kooperation sowie Beiträge zur Lösung der großen Herausforderungen, mit denen die Länder des Globalen Südens konfrontiert sind. Derzeit widmet sie sich akuten Themen wie Covid-19, offene Wissenschaft, Ungleichheit, Energie, Geschlechtergerechtigkeit, wissenschaftliche Kompetenz, biologische Vielfalt und digitale Integration.

Molekularbiologin Crombet sagte zu ihrer Wahl, für sie sei dies keineswegs eine individuelle, sondern eine kollektive Auszeichnung, denn hinter jedem in Kuba zugelassenen Medikament und jeder registrierten klinischen Studie stehe eine engagierte Gruppe, zu der Ärzt:innen, Krankenpfleger:innen, Apotheker:innen, das Koordinierungsteam von CIM, einschließlich der Labors und der Datenverwaltungsgruppe, gehören. Für sie sei dies nichts anderes als “das Ergebnis der Arbeit der Revolution für Gesundheit, Bildung und Wissenschaft”.