InnoTruck bot Wissenschaft zum Anpacken

Für Aufsehen sorgte diese Woche ein ungewöhnliches Fahrzeug auf dem Uffenheimer Hallenbadparkplatz: Der InnoTruck des Bundesforschungsministeriums bot Schülerinnen und Schülern mit einer mobilen Mitmach-Ausstellung einen spannenden Blick in die Technikzukunft und die Karrierechancen in sogenannten „MINT“-Berufen. Mit dabei war auch der Bundestagsabgeordnete Tobias Winkler, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesforschungsministeriums weiter.

Von innovativen Materialien über smarte Roboter bis hin zu 3D-gedruckten Organen zeigt der InnoTruck an über 80 ausgestellten Beispielen, woran Forscherinnen und Forscher derzeit arbeiten. Es geht dabei meist um die Lösung wichtiger Zukunftsaufgaben etwa in den Bereichen Nachhaltigkeit, Gesundheit oder Mobilität.

Innovationsbotschafter

Bereits seit 2017 tourt das doppelstöckige Ausstellungsfahrzeug als „Innovationsbotschafter“ im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung quer durch Deutschland. In Uffenheim machte der Truck zum ersten Mal auf Einladung der Christian-von-Bomhard-Schule Station.

Zuständig für die Erklärung von Technik und Forschung im Truck ist ein wissenschaftliches Team, bestehend aus Chemikerin Sarah Bernhardt und Molekularwissenschaftler Dr. Frank Kraus, die es als ihre Aufgabe sehen, Jugendliche für Forschung und Technik zu begeistern.

Schlüsseldisziplinen

Denn ohne die sogenannten „MINT“-Disziplinen geht heute nicht mehr viel, weiß Bernhardt: „Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik bilden die Grundlage für viele Innovationen – in der Vergangenheit und ganz besonders in der Zukunft. Vieles, was uns heute das Leben erleichtert, begann einmal als Idee findiger Tüftler.“

Wichtig ist der Expertin zufolge, zu verstehen, was eine Innovation überhaupt ausmacht. Denn eine Idee allein ist noch lange keine Innovation. Eine solche wird sie erst, wenn daraus Produkte und Dienstleistungen entstehen, welche sich in der Anwendung und am Markt durchsetzen.

Ein passendes Beispiel hat Bernhardts Kollege Dr. Kraus parat: „Es ist noch gar nicht lange her, da war es selbst für Experten undenkbar, dass jeder einen eigenen Computer besitzt. Heute haben die meisten ihr Smartphone immer dabei.“ Doch nicht alle Innovationen sind im Alltag dermaßen allgegenwärtig.

Die Spritze ohne Nadel

Häufig sind es auch Entwicklungen, die in speziellen Branchen Erleichterung bringen. Auch dafür finden sich im InnoTruck Beispiele, wie etwa kaltes Plasma, das in der Medizin die Wundheilung verbessert oder eine Spritze ohne Nadel, die passend zur derzeit allgegenwärtigen Diskussion ums Impfen vielen Spritzenphobikern die Angst vor Arztbesuchen nehmen könnte.

Der Roßtaler Abgeordnete Tobias Winkler nutzte den Tourstopp in Uffenheim, um die mobile Ausstellung gemeinsam mit einer Schulklasse zu erkunden. „Es hat mich beeindruckt, selbst zu erleben, wie Jugendlichen hier ein positives Bild von der Zukunft vermittelt wird, die sie im Beruf später selbst mitgestalten können“, sagt der Politiker, der im Bundesag auch über Gelder für Projekte wie den InnoTruck mit entscheidet.

Großes Interesse

Auch Wissenschaftler Kraus freut das rege Interesse trotz eingeschränkter Besuchsmöglichkeit infolge der Corona-Sicherheitsmaßnahmen: „Wir spüren das Interesse der Schülerinnen und Schüler vor allem an beruflicher Orientierung.“ So dürfte der ein oder andere eine Idee davon bekommen haben, wohin der berufliche Weg nach dem Schulabschluss führen könnte oder zumindest das Interesse geweckt haben, sich weiter mit einem bestimmten Forschungsthema zu beschäftigen.

Weitere Informationen unter: www.innotruck.de