In “ewiger Ruhe” – Klage von Wiener Sex-Mediziner abberaumt – Ostmark

Ein Arzt soll Frauen mit Kinderwunsch Sex mit ihm “verschrieben” haben. Als eine schwanger wurde, klagte er sie. Darum kommt es zu keinem Prozess.

Die Vorwürfe gegen den Gynäkologen klingen absurd, doch alle Vorkommnisse scheinen sich exakt so abgespielt zu haben: Der Wiener Kinderwunsch-Spezialist soll über Jahre ein Doppelleben geführt und mehreren Patientinnen in seiner Ordination Sex mit ihm vorgeschlagen haben. Eine 48-jährige Betroffene erzählte in “Heute” ihre Geschichte.

Arzt klagte Frau, der er Sex mit ihm “verschrieb”

Erst soll der Azt ihr Avancen gemacht und eine Familie versprochen haben. Dann habe er ihr nach einem Jahr Beziehung alkoholisiert seine eigene Zeugungsunfähigkeit (!) gestanden. Auf sein nüchternes Anraten wurde sie von einem anderen Mann schwanger, doch der Arzt anerkannte absichtlich die Vaterschaft für das Kind. Erst als seine Ehefrau ihn hochgehen ließ, ließ er die hochschwangere Patientin fallen – und klagte sie auch noch auf 93.000 Euro.

Keine Konsequenzen im Job

Nachdem “Heute” den Fall aufdeckte, drohten dem Frauenarzt Konsequenzen. Doch der Mediziner meldete sich noch während einer umgehend eingeleiteten interner Untersuchungen seines Arbeitgebers krank. Er bekommt weiter volle Bezüge und kann die Zeit bis zur nahenden Pension nun zu Hause absitzen.

Prozess findet nicht statt

Am 26. Jänner sollte der Fall vor dem Zivilgericht öffentlich verhandelt werden – doch es kam anders: “Die Verhandlung vom 26.1.2022 wurde abberaumt, weil die Parteien bekanntgegeben haben, dass sie ‘ewiges Ruhen’ vereinbart haben”, erklärte das Gericht auf Anfrage. Das deutet auf eine außergerichtliche Einigung hin. Typisch österreichisch dürfte sich nun bis in alle Ewigkeit ein (Arzt)-Mantel des Schweigens um die schweren Vorwürfe hüllen.

Nav-Account ct Time18.11.2021, 17:57| Akt: 18.11.2021, 17:57

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