Immer weniger Hochzeiten: Corona beendet Ehe-Boom jener vergangenen Jahre non…Minuten

Das Jahr 2020 war geprägt von der Corona-Pandemie, die sich markant auf die natürliche Bevölkerungsbewegung ausgewirkt hat. Laut dem aktuellen Bericht der Landesstatistik Steiermark erkennt man dies nicht nur am Anstieg der Sterbefälle, sondern auch beim beachtlichen Rückgang der Heirats- sowie Scheidungszahlen. Mit genau 5.575 Trauungen im Jahr 2020 wurden um -11,1 Prozent beziehungsweise 719 weniger Ehen geschlossen als 2019. Damit endete der Eheschließungsboom der vergangenen Jahre. 

Auch weniger Scheidungen

Die Anzahl der Scheidungen ist ebenfalls gesunken, und zwar um -4,2 Prozent auf 2.005. Das ist der niedrigste Wert seit 1989, auch die Scheidungsrate ist seit dem Höhepunkt im Jahr 2007 mit 47,5 Prozent weiter auf nun nur mehr 35,6 Prozent gesunken. Bei fast der Hälfte der Scheidungen (47,1 Prozent) hielt die Ehe keine zehn Jahre. Die längste Ehe, die 2020 geschieden wurde, hatte einen Bestand von fast 60 Jahren.

Jüngste Braut war erst 16

Martin Mayer, Leiter des Referats Statistik und Geoinformation betont: „Die Eheschließungsziffer ist ebenfalls deutlich von 5,2 auf 4,6 Ehen pro 1.000 Einwohner gefallen. Die beiden jüngsten Bräute waren 2020 16 Jahre alt, die beiden jüngsten Bräutigame 18, der älteste Bräutigam 94, die älteste Braut 80. Die größten Altersunterschiede gab es mit 37 (er 65, sie 28) bzw. 30 Jahren (er 31, sie 61). Nach wie vor gilt unter Beibehaltung der derzeitigen altersspezifischen Erstheiratshäufigkeiten, dass nur etwas mehr als die Hälfte der steirischen Frauen bzw. rund die Hälfte der Männer jemals heiraten.”

Berlin Ernachrichten