Hund in Gelsenkirchen: Viele Konsole wollen Vierbeiner überlassen!

Hund in Gelsenkirchen: Viele Halter wollen ihre Vierbeiner abgeben – „Muss täglich Anfragen ablehnen“

30.10.2021 um 10:17 Uhr

Drei Erziehungsfehler bei Hunden, die du besser nicht machen solltest

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Du willst einen braven Hund? Dann solltest du diese Erziehungsfehler nicht machen.

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In der Pandemie haben sich zahlreiche Menschen einen Hund angeschafft. Doch jetzt, wo langsam wieder Ordnung in den Alltag einkehrt, fragen sie sich: Wohin mit ihm?

Wer seinen Hund während der Arbeitszeit gut versorgt wissen will, muss kreativ werden. In Gelsenkirchen gibt es bereits Probleme.

Hund in Gelsenkirchen: Hier wird keiner mehr aufgenommen

Kurzarbeit und Home-Office veranlasste viele Menschen dazu, sich einen Hund anzulegen. Nun kehren immer mehr in den Alltag und damit an den Arbeitsplatz zurück. Bleibt die Frage: Wohin mit dem geliebten Vierbeiner?

Hündin Greta braucht eine Kuscheleinheit von Tierpsychologe Ralph Brandt.

Foto: Chaleen Goehrke

Eine Anlaufstelle ist die Hundetagesstätte (HuTa) „Canidos“ von Betreiber Ralph Brandt. Der 50-Jährige kann sich aktuell vor Anfragen nicht mehr retten, doch seit August hat er immer nur die gleiche Antwort: „Wir sind in Gelsenkirchen voll ausgelastet. Im Moment haben wir Aufnahmestopp. Ich muss täglich viele Anfragen ablehnen und Menschen Absagen erteilen. Heute waren es allein acht“, sagte Brandt gegenüber „DER WESTEN“.

In der HuTa werden täglich 50 Fellnasen versorgt. Mit Tierpsychologe Brandt kümmern sich an 365 Tagen im Jahr sieben weitere Tierpfleger und eine Auszubildende um die Vierbeiner.

In der Tagesstätte “Canidos” in Gelsenkirchen dreht sich alles um den Hund.

Foto: Chaleen Goehrke

Wann wieder Plätze frei werden, ist noch nicht genau abzusehen. „Wir gucken von Monat zu Monat. Wenn der letzte Monat unter Durchschnitt war, dann können wir wieder Hunde aufnehmen. Vielleicht im Dezember oder Januar“, schätzt Brandt.

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Öffnungszeiten und Preise der HuTa

  • Die Hundetagesstätte Canidos in Gelsenkirchen ist montags bis freitags von 6 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
  • Eine Zehnerkarte kostet je nach Betreuungszeit 180 beziehungsweise 205 Euro, eine Einzelkarte 20 beziehungsweise 23 Euro.
  • Von 6 bis 9 Uhr können die Hunde gebracht werden. Zwischen 15 und 19 Uhr warten die Fellnasen darauf, von ihren Haltern wieder abgeholt zu werden.

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Doch bevor ein Hund bei Brandt in die Tagesstätte einziehen darf, müssen ein paar Voraussetzungen erfüllt sein. „Der Hund muss auf jeden Fall sozialverträglich sein. Körperliche Robustheit sollte der Hund auch mitbringen. Die Rüden müssen alle Hormongechipt oder kastriert sein und Hündinnen dürfen nicht läufig sein, damit kein Nachwuchs entsteht“, erklärt er.

Von heute auf morgen bekommt aber niemand einen Platz. Zuvor müssen sich ja alle erstmal „beschnuppern“. Frühestens Mitte November können Halter und Hunde sonntags wieder für einen „Kennenlerntag“ vorbei kommen.

Corona-Pandemie wirft „Canidos“ um fünf Jahre zurück

Neben einer Hundetagesstätte betreibt Brandt noch eine Hundeschule und eine Pension auf dem alten Bauernhof, den er vor zehn Jahren gekauft hat. In der Pension bleiben Tiere, deren Besitzer sich einen Ausflug in den Urlaub gönnen. Zu Corona-Hochzeiten ein absolutes Minus-Geschäft.

Ralph Brandt betreut träglich über 50 Hunde in seiner Hundetagesstätte in Gelsenkirchen.

Foto: Chaleen Goehrke

„Die Hundepension war komplett auf Null. Einbußen im sechsstelligen Bereich. Wirtschaftlich hat uns die Pandemie um fünf Jahre zurückgeworfen“, überschlägt Brandt.

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Mittlerweile ist die Pension wieder offen und auch relativ gut besucht, aber noch nicht wie vor Corona. Von 30 möglichen Plätzen ist etwa die Hälfte besetzt.

Daher ist der Tierpsychologe erleichtert, endlich wieder volle Hütte zu haben und freut sich über jeden Vierbeiner, der in den nächsten Monaten noch kommt.

Berlin Ernachrichten