Hongkong: Geflüchteter Fluglotsen-Mörder von Basel gesichtet

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    Karim O. (45) wird verdächtigt, vor zehn Jahren seinen Mitarbeiter (†35) erstochen zu haben.

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    Die Tat ereignete sich am Flughafen Basel-Mülhausen, wo sich die beiden Männer zu Fluglotsen ausbilden liessen.

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    Der mutmassliche Mörder könnte flüchten. Doch jetzt soll eine französische Sondereinheit Karim O. auf einer chinesischen Dating-Seite entdeckt haben.

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    Die chinesischen Behörden wollen den mutmasslichen Mörder aber nicht nach Frankreich auszuliefern.

Es ist eine schreckliche Tat, die Karim O.* (45) begangen haben soll. Er wird verdächtigt, am 27. April 2011 seinen Arbeitskollegen Jean M.* (†35) mit mehreren Messerstichen getötet zu haben. Die beiden Männer liessen sich am Flughafen Basel-Mülhausen zu Fluglotsen ausbilden.

Zum Tatzeitpunkt wohnte Karim O. in Saint-Louis und war seit drei Monaten wegen psychischen Problemen krankgeschrieben. Die Polizei konnte Karim O. nicht festnehmen – dem mutmasslichen Mörder gelang die Flucht.

Jetzt gibt es aber einen neuen Hinweis zu seinem Aufenthaltsort: Eine französische Sondereinheit soll Karim O. auf einer chinesischen Dating-Seite entdeckt haben, wie die französische Regionalzeitung «Midi Libre» schreibt.

China will ihn nicht ausliefern

Es ist eine heisse Spur, nachdem die Fahndung der Polizei bisher erfolglos blieb. Doch die chinesischen Behörden weigern sich, den mutmasslichen Mörder nach Frankreich auszuliefern, wie «Dernières Nouvelles d’Alsace» berichtet. Grund seien abgebrochene Verhandlungen eines Auslieferungsabkommens zwischen Frankreich und Hongkong.

Weiter schreibt die Zeitung, dass die Witwe des ermordeten Fluglotsen einen Brief an den französischen Präsidenten Emmanuel Macron geschrieben habe. Darin fordert sie die Auslieferung und Verurteilung des Mannes. (gin)

Berlin Ernachrichten