Hirtin Summerer: Keine Weidewirtschaft ohne Hirten – Wirtschaft und Arbeit

Großraubtiere erfordern eine Umstellung der Weidewirtschaft. “Ohne Hirten wird es nicht mehr gehen”, sagt Hirtin Astrid Summerer.

Auch im vergangenen Sommer hat es immer wieder Meldungen über Tiere gegeben, die tot aufgefunden wurden. Ein bisschen ist das Thema in der Pandemie aber in den Hintergrund getreten. Doch wenn es um die Tiere auf den Almen geht, dann spielen nach wie vor Hirtinnen und Hirten eine große Rolle. Über ihren Alltag als Hirtin berichtet Astrid Summerer heute bei einer Veranstaltung des Landesamtes für Natur. Wie schaut dieser Alltag aus? Und was hält sie davon, dass es für den Beruf der Hirtin/des Hirten in Zukunft eine Ausbildung brauchen soll? 

Summerer hütet gemeinsam mit zwei Kollegen 2000 Schafe. Besonders wichtig für den Schutz der Tiere sind die Herdenschutzhunde, sagt sie. Allein durch ihr Bellen in der Nacht könnten sie Wolf und Bär auf Distanz halten. Die Ausbildung von Hirtinnen und Hirten begrüßt Summerer.

Summerer plädiert für Zuschüsse für den Herdenschutz. In Zukunft werde es nicht mehr möglich sein, Tiere ohne Behirtung auf die Alm zu schicken, sagte sie im Morgengespräch auf Rai Südtirol. Das sei auch mit Kosten verbunden. 

Sie schilderte, dass die Schafe nachts in einem Pferch untergebracht werden. “Das geschieht immer dann, wenn sie die Hirten nicht beaufsichtigen können. Auch zu Mittag, wenn die Hirten Pause machen, kommen die Schafe in einen Pferch.” 

Die Sextnerin ist das ganze Jahr über mit einer Wanderherde im Friaul unterwegs. Sie begleitet die Herde im Winter bis zur Adria und dann wieder zurück in die Berge, insgesamt 1000 Kilometer. 

pm/ep

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