Hinauf dem Fahrrad durch die Krisis | Podcast Wirtschaft | DW

Nach Biontech, Moderna und Astra Zenaca hat die Europäische Arzneimittelbehörde nun auch grünes Licht für die Zulassung des Corona-Impfstoffs des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson in der EU gegeben. Damit steht in der EU nun auch ein Corona-Impfstoff zur Verfügung, bei dem nur eine Impfdosis erforderlich ist. Dennoch hinkt die EU den USA beim Thema Impfungen hinterher. Der Ratspräsident der EU hat nun behauptet, dass ein Export-Verbot in Großbritannien und den USA für die schlechte Impfbilanz in der EU mitverantwortlich sei. US-Behörden haben diesen Vorwurf nun zurückgewiesen.

Fahrradboom in Deutschland

Fahrradfahren – das war vor der Pandemie für viele höchstens ein Hobby. Seit Corona boomt der Markt. Denn viele Menschen nehmen lieber das Rad als die Straßenbahn auf dem Weg zur Arbeit. Oder sie machen eben eine Fahrradtour anstatt eines Urlaubs in Spanien oder Italien. Das spürt auch die deutsche Fahrradbranche: Die hat nach Branchendaten im abgelaufenen Jahr mehr als fünf Millionen Fahrräder und E-Bikes verkauft – das sind rund ein Fünftel mehr als noch im Jahr vor der Pandemie. Allerdings haben die Kunden deutlich mehr Geld für die Fahrräder ausgegeben, denn die Umsätze der Branche sind um 60 Prozent gestiegen. 

Hongkongs Zukunft 

China hat auf dem Nationalen Volkskongress die Muskeln spielen lassen. Ein neue Fünf-Jahres-Plan stellt die Weichen für noch mehr Unabhängigkeit: Mehr Geld fürs Militär, aber auch für Forschung und Entwicklung – ein Wirtschaftswachstum von mehr als sechs Prozent in diesem Jahr ist das Ziel. Zum Abschluss stimmte der Volkskongress auch noch für ein neues Wahlsystem für Hongkong. Die Führung in Peking reagiert damit auf die Protestwelle 2019 in der Finanzmetropole und sichert sich noch mehr Einfluss auf die Besetzung der Regierungsposten in der Sonderverwaltungszone. Diese politische Entscheidung könnte auch wirtschaftliche Konsequenzen für Hongkong haben. 

Auslaufmodell Geschäftsreisen? 

Zoom, Microsoft Teams, Skype Business – wer in diesen Tagen vom Home Office aus arbeitet, der kennt diese Namen. Ich zum Beispiel habe heute schon auf zwei dieser Plattformen Videokonferenzen gehabt. Ein Großteil der früher persönlichen Treffen findet mittlerweile über die Videoplattformen statt. Doch wird sich dieser Trend auch nach der Pandemie fortsetzen? Vor allem die großen Fluganbieter und Hotelbetreiber fragen sich das – denn für sie waren Geschäftsreisende schon immer eine wichtige Einnahmequelle. 

Kein Rasen für Katar

Das niederländische Familienunternehmen Hendriks ist spezialisiert auf Rasen für Stadien und Sportanlagen weltweit. Bei der WM 2006 in Deutschland und für die letzten drei Europameisterschaften haben sich die Niederländer um das Grün auf dem Spielfeld gekümmert. Deshalb wollten auch die Organisatoren der umstrittenen WM im Wüstenstaat Katar die Dienste der Firma in Anspruch nehmen. Doch nachdem nun bekannt geworden war, dass beim Bau der Stadien 6500 Arbeiter zu Tode gekommen sind, wurde der nun Auftrag zurückgegeben. 

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Technik: Felix Heinzelmann
Redakteur am Mikrofon: Nicolas Martin

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