Hartes Doppel gegen verschmelzen Top-Gegner – Sportart aus Amberg – Nachrichtensendung

Der ERSC Amberg trifft am Wochenende zwei Mal auf die Buchloer Pirates. In der Tabelle liegen sie dicht beieinander.

Von Günter Passler

18. November 2021

12:29 Uhr

Ambergs Florian Bocu (in Schwarz) will sich auch gegen Buchloe durchsetzen. Foto: Andreas Brueckmann

Amberg. Ein schweres Wochenende steht dem ERSC Amberg in der Eishockey-Bayernliga bevor,
zwar nur gegen einen Gegner, aber gegen den gleich doppelt. Am Freitagabend reisen
die Wild Lions nach Buchloe, am Sonntag kommen die Pirates von dort nach Amberg. Das
bedeutet aber auch einiges an Historie, direkte Konkurrenz und aus Amberger Sicht
einen neuen alten Löwenbändiger.

Seit Mitte der Woche steht beim ERSC – nicht zum ersten Mal – Dirk Salinger als Coach
an der Bande. Anlass dafür sind persönliche Gründe, die Dan Heilman derzeit nicht
zur Verfügung stehen lassen. Natürlich wäre Bernhard Keil dafür die ideale Notlösung,
doch der ist ohnehin schon beansprucht: „Bernie hat genug im Nachwuchs zu tun und
kann bestenfalls als Assistant-Coach unterstützen. Wir sind sehr froh, dass ‚Sale‘
sich bereit erklärt hat, uns auszuhelfen“, erklärt Chris Spanger, der sportliche Leiter.

Mit den Pirates des ESV Buchloe steht nun ein ganz dicker Brocken vor der Tür. Die
Schwaben sind direkter Tabellennachbar des ERSC mit einem Punkt weniger, aber auch
einem Spiel. Der ESV hat sich schon mehrfach mit den Löwen prestigeträchtige Duelle
geliefert, angefangen 1982 im Finale um die bayerische Meisterschaft, bis zur Partie
Anfang März 2020, in der Aufstiegsrunde zur Bayernliga. Vor über 1200 Besuchern im
Stadion am Schanzl führten die Pirates schon 3:1, aber die Löwen gewannen durch einen
Treffer von Felix Köbele mit 5:4 in der Overtime. Das sollte gleichzeitig auch den
Bayernligaaufstieg für beide Teams bedeuten, wegen des Pandemiebeginns.

In dieser Saison konnten beide Mannschaften vorwiegend positiv auffallen und haben
längst bewiesen, dass sie in diese Klasse gehören. Der ERSC zuletzt mit seiner Dreier-Sieges-Serie
(mit dabei 27 erzielten Treffern) und die Buchloe Pirates mit einer makellosen Auswärtsbilanz
von vier Erfolgen, unter anderem auch in Kempten und Waldkraiburg. Das Team von Coach
Christoph Lerchner lebt vornehmlich von den Treffern des Sturmduos Alex Krafczyk (20
Scorerpunkte) und Michal Petrak (19), es hat aber mit Lukas Brückner und Markus Vaitl
weitere entscheidende Angreifer.

Seit letztem Wochende ist der Kader wieder komplett, was die Variationsmöglichkeiten
für den Piraten-Coach nochmals erweitert. Auf Amberger Seite dürfte es personell –
leider – keine Veränderungen geben, weil bei Stürmer Michael Kirchberger nur wenig
Genesungsfortschritte zu erkennen waren. Insgesamt aber scheint das Team der Löwen
– die mit Marco Pronath (24 Punkte), Ryan Murphy und Brett Mennear (je 21) sehr erfolgreiche
Scorer vorweisen können – einen guten Lauf zu haben, die beiden Begegnungen mit Buchloe
dürften im Vorfeld als absolut offen im Spielverlauf gesehen werden. Aus Amberger
Sicht wäre zumindest ein Sieg aus dem Doppel-Duell Pflicht, um vor den Pirates zu
bleiben. Das erste Aufeinandertreffen ist am Freitagabend, 20 Uhr, in Buchloe, am
Sonntag, 18.30 Uhr, findet das Re-Match im Stadion am Schanzl statt.


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