„Ganz ruhig und gelöst“ – Buchloer nehmen die Wahl gelassen – News aus Buchloe

Die Briefwahl ist in der Verwaltungsgemeinschaft Buchloe in. Die Stimmabgabe nach dem Kirchgang oder Mittagessen auch – was wiederum zum Eis führt.

Markus Frobenius

26.09.2021 | Stand: 18:45 Uhr

Volle Cafés, leere Wahllokale – so sah es am Nachmittag in Buchloe aus. Doch der Schein trügte: Denn schon früh am Sonntag hatte die Verwaltung festgestellt, dass 50 Prozent der Wahlberechtigten for each Briefwahl ihre Stimmen abgegeben hatten: „So viel wie noch nie“, erklärte Markus Salger, Leiter der Geschäftsstelle der Verwaltungsgemeinschaft (VG). Am Mittag galt zumindest für das Wahllokal im Rathaus: „Von den verbleibenden 50 Prozent haben jetzt schon etwa 30 Prozent hier bei uns gewählt“, berichtete Wahlhelferin Sandra Brenner.

Hohe Beteiligung auch auch dem Land

Auch in den drei VG-Gemeinden zeichnete sich am schon Vormittag eine hohe Wahlbeteiligung ab, erläuterte Salger. Das bestätigte Manuel Fischer, Bürgermeister von Lamerdingen. „Wir hatten etwa eine Beteiligung von 60 Prozent“, erzählt er. Die rund 70 Prozent Wahlbeteiligung in der VG bei der vorigen Bundestagswahl werden wohl wieder erreicht, schätzte der Geschäftsstellenleiter. Insgesamt habe es aber keinen Ansturm gegeben, vielmehr hätten die Bürger eher gleichmäßig ihre Wahllokale aufgesucht. Kleine „Hochzeiten“ habe es lediglich nach dem Kirchgang und nach dem Mittagessen gegeben, berichtete Salger.

Ein Eis nach Wahl

Die Zeit danach und das schöne Wetter nutzten die Menschen alsdann wohl, um vor den Cafés und Lokalen in der Sonne zu sitzen und sich die ein oder andere Köstlichkeit zu gönnen. „Wir waren nach dem Mittagessen wählen“, erklärte denn auch eine Mutter, die mit ihrer Familie auf der Bahnhofstraße vor einem Café saß, während ihre Kinder Eis schleckten. Andere Passanten hatten ihre Stimme gleich im Vorfeld abgegeben: „Ich habe per Briefwahl gewählt“, sagte ein Mann, der durch Buchloe schlenderte. Einerseits sei das nun einfacher und obendrein bequemer andererseits, so meinte eine ältere Frau, habe sie die Möglichkeit „wegen Corona“ genutzt.

Wo die Welt noch in Ordnung ist

Insgesamt war der Wahltag „ganz ruhig und ganz entspannt“, meinte Wahlhelfer Lukas Nanos. Das bestätigte auch Fischer. „In Lamerdingen ist die Welt halt noch in Ordnung“, flachste er. Auch sein Kollege aus Waal, Bürgermeister Robert Protschka, berichtete, dass „alles ganz ruhig ablief“. Die Polizeiinspektion Buchloe hatte jedenfalls bis zum Nachmittag nichts zu vermelden, was im Zusammenhang mit der Wahl stand. Ein abgerissenes Plakat oder ein mit Parteienwerbung überklebter Hinweis auf den Wahlraum waren da zu vernachlässigen. Am Abend war klar: „Es gab eine sehr hohe Wahlbeteiligung: Ich schätze über 80 Prozent“, meinte Protschka. Im Rathaus bestätigt sich dies. Um 18 Uhr waren im dortigen Stimmbezirk 83,45 Prozent wählen. Womit Buchloe zumindest demonstriert hat, dass sich das Wählen und das Genießen gut verbinden lassen.

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