Frequentis mit Ergebnis- und Umsatzplus solange bis sechster Monat des Jahres – Wirtschaft –


17.08.2021 08:18


(Akt. 17.08.2021 08:18)

Die auf Flugkommunikation spezialisierte Wiener Frequentis hat heuer bis Juni den Umsatz gesteigert, den Auftragsstand ausgebaut und erstmals ein positives Betriebsergebnis (EBIT) im Halbjahr erzielt. Der Umsatz legte um 9,4 Prozent auf 144,6 Mio. Euro zu, das Orderbuch wuchs um 5,9 Prozent auf 453,0 Mio. Euro, und das EBIT drehte von -1,0 Mio. auf 5,4 Mio. Euro ins Plus. Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie will man heuer den Umsatz und den Auftragseingang steigern.

Im ersten Halbjahr lag der Auftragseingang mit 157,1 Mio. Euro um 8,6 Prozent unter dem ersten Halbjahr 2020, der per Ende Juni angewachsene Auftragsstand stelle jedoch einen guten Polster für den Umsatz im Gesamtjahr 2021 und darüber hinaus dar, erklärte das Unternehmen am Dienstag.

Das EBITDA verdoppelte sich im Jahresabstand auf 12,4 Mio. Euro, der Nettogewinn wird mit 4,1 Mio. Euro angegeben. Im Vorjahr hatte man die Effekte der Wertminderung der verlorenen Frequentis-Einlage bei der Mattersburger Commerzialbank zu verdauen; ohne diese wäre das Nettoergebnis Ende Juni 2020 ganz knapp unter der Nulllinie gelegen, unterm Strich gab es Mitte 2020 durch die Mattersburg-Affäre 23 Mio. Euro Verlust.

Das Eigenkapital wuchs heuer im ersten Halbjahr auf 115,1 Mio. Euro, die Eigenkapitalquote liegt mit 39,6 Prozent weiter über dem Zielwert von über 35 Prozent. Die Nettoguthaben betrugen 77,2 Mio. Euro, trotz Dividende und erster Zahlungen für den L3Harris-Kauf.

Kürzlich hat Frequentis zivile und militärische Produktlinien der Air Traffic Management (ATM/Flugsicherung) Sprachkommunikationssysteme sowie der Software- und Cloud-Lösungen zur Luftverkehrsoptimierung (Verkehrssynchronisation) vom US-Konzern L3Harris übernommen. Damit werde das ATM-Produktportfolio deutlich erweitert, heißt es. Nach der Transaktion mit L3Harris (mit rund 220 Beschäftigten) werde der Mitarbeiterstand bei rund 2.100 liegen.