Firma hinter ONO 3D-Printer pleite, Technologie wird Open Source

Foto: ONO Online-Shop

Im März 2016 sorgte auf Kickstarter ONO für Furore auf Kickstarter. Der kleine 3D-Drucker wird mit einem Smartphone betrieben und kostete lediglich 99 Dollar. Das Startup, welches hinter dem Gerät steckt, konnte mit der Crowdfunding-Kampagne 2 Millionen US-Dollar eintreiben.

Angekündigt wurde, dass die ersten Drucker im Juli 2016 ausgeliefert werden sollen, aber trotz Ausfinanzierung gab es eine Reihe von Problemen bei den Machern. So gab es zu Beginn einen Konflikt mit dem Namen. Die urpsüngliche Bezeichnung “OLO” durfte nicht verwendet werden. Aus diesem Grund fand die weitere Vermarktung unter dem Namen ONO statt.

Danach gab es immer wieder Probleme mit der Produktion und die Lieferungen verzögerten. Bis heute wurden nur eine kleine Anzahl von Maschinen ausgeleifert. Das Team publizierte zwar regelmäßig Updates zum Status und zeigte Videos von Prototypen, aber eine Massenproduktion fand nicht statt.

2018 wurde eine neue Kampagne mit Vorbestellungen gestartet. Das Unterfangen verlief jedoch wieder im Sand. Nun gab der derzeitige Besitzer des Unternehmens bekannt, dass ONO pleite ist. In einen Brief an alle Unterstützer wurde erklärt, dass es neben Problemen bei der Produktion auch Unstimmigkeiten im Team gab.

Laut eigenen Angaben hat das Unternehmen keine finanziellen Mittel mehr. ONO will jedoch die komplette Technologie für das Gerät unter eine Open Source Lizenz stellen und frei verfügbar machen.

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David ist Redakteur bei 3Druck.com.